Gnade oder Selbsterlösung?

Ich habe mein Pyramidenmodell vorerst auf Eis gelegt. Einige haben es völlig anders verstanden, als es gemeint war. Es besteht also noch Umbaubedarf. Ich sagte ja selbst, dass es noch sehr unausgegoren ist. Womit gemeint ist, dass es sich eher um eine Art Gedankenskizze handelt, für ein Gesellschaftsmodell, das mit den Dharma des Erhabenen SammaSamBuddha verinbar ist. Die Missverständnisse könnten auch durch Probleme mit meiner eigenen Ausdrucksweise verursacht worden sein, und ich muss nach anderen Wegen suchen, um mich verständlich zu machen.

Ich will einmal so beginnen: Alle Religionen dieser Welt kann man grob ist zwei Gruppen einordenen: Da gibt es auf der einen Seite diejenigen, die Erlösung duch Glauben und Gnade lehren. Die Gnade ist dabei als Geschenk zu verstehen, für das man nichts weiter tun muss — ja, sogar nicht weiter tun kann — als einen unerschütterlichen Glauben. Der bekannteste Vertreter dieses Typs ist das protestantische Christentum. Martin Luthers Grundsatz des „sola fide“ (lateinisch für „allein duch Glauben„) besagt, dass der Mensch hoffnungslos verloren und zur ewigen Hölle verdammt ist, es sei denn, er glaubt ganz fest daran, dass er durch Jesus Christus gerettet werden kann, dann würde das auch tatsächlich so geschehen. Die Möglichkeit, dass Jesus Christus einen auch dann rettet, wenn man nicht an ihn glaubt, wird in dieser Vorstellung explizit ausgeschlossen (also etwa, wie das Gesetz der Schwerkraft funktioniert, egal ob man daran glaubt, oder nicht).

An dieser Stelle bringe ich als kurzen Einschub eine kleine Anekdote, die mir eben gerade beim Schreiben eingefallen ist: Der dänische Physiker Niels Bohr, der in Dänemark als Nationalheld gilt, soll einen Hufeisen über der Eingangstür seines Hauses angebracht haben. Als ein befreundeter Wissenschaftler ihn einmal zu Hause besuchte, soll dieser empört gesagt haben: „Sag mal, Niels, du bist doch ein hoch angesehener, rational denkender Physiker, der sich der streng wissenschaftlichen Herangehensweise verpflichtet hat. Du glaubst doch nicht etwa an so einen Aberglauben, oder?“ Darauf soll Niels Bohr geantwortet haben: „Nein, aber ich habe gehört, dass es auch dann hilft, wenn man nicht dran glaubt!“ Nun, falls diese Geschichte wahr ist, können wir daraus also schon einmal schließen, dass Bohr offenbar kein Protestant war…

Am anderen Ende des Spektrums befinden sich die Selbsterlösungsreligionen. Diese lehren, dass man sich zu seiner eigenen Rettung auf nichts von außen verlassen soll, z.B. einen Gott, sondern seine eigene Erlösung ausschließlich aus eigener Kraft erreichen muss. Das Credo der Selbsterlöser lautet: Wir sind alle Gott, Schöpfer unserer eigenen Welt! Nun muss man wissen, dass viele christlichen Konfessionen, darunter die meisten protestantischen Strömungen, aber auch die Katholiken, eine „Selbsterlösung“ nicht nur als Unmöglichkeit ansehen, sondern so ziemlich als das Schlimmste was es gibt (kein Meschheitsverbrechen, und sei es auch noch so abscheulich, ist nach deren Vorstellung so schlimm wie eine versuchte Selbsterlösung). Die Protestanten bezeichnen diesen Frevel als „Werkgerechtigkeit“, und meinen damit den Versuch, durch eigene gute Taten in den Himmel zu gelangen. Damit schließen sie oft auch den Katholizismus mit ein, obwohl die Katholiken das mit ein paar Variationen eigentlich genauso sehen (klar, alle bezeichnen sich halt immer gegenseitig als Herätiker). Aber auch die großen monotheistischen Religionen Judentum und Islam werden oft zu den Werkgerechtigkeitslehren gerechnet, obwohl sie streng genommen keine Selbsterlösungsreligionen sind — sie vertrauen auf ihre Rettung durch einen Schöpfergott, als Lohn für das Einhalten von Riten und Geboten im irdischen Leben. Aber auch echte Selbterlösungslehren können theistisch sein, also einen Glauben an Gott mit einschließen, so wie etwa diverse christlich-gnostische Lehren oder die theistischen Lehren aus dem hinduistischen Kulturkreis. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, so nach dem Motto.

Sieht man sich die Spaltungen innerhalb der großen Religionen aber einmal genauer an, kann man erkennen, dass es durchaus Zwischenstufen gibt: Es gibt ein Kontinuum, mit der reinen Selbsterlösung auf der einen, und dem reinen Vertrauen auf Gnade auf der anderen Seite. Mit einem starren entweder-oder-Denken wird man der Sache nicht gerecht — mit sowas kann man mich jagen! Nehmen wir als Grundlage für eine genauere Analyse einmal eine Religion, die mir sehr nahe ist: Den Buddhismus. Dieser wird im Westen oft als Selbsterlösungslehre angesehen (wie wir gesehen haben, aus christlicher Sicht meist mit negativer Konnotation). Sicher, auf dem Weg des Dharma versucht man, durch Meditation, moralisches Handlen, und dem Erwerb von Weisheit, Nibbana zu erreichen. So wird es jedenfalls in der Theravada-Schule gehandhabt. Aber auch den Theravada-Buddhismus kann man nicht einfach so als reine Selbsterlösungslehre ansehen. Der Punkt ist nämlich, dass man als Ottonormalverbraucher den Weg zu Nibbana niemals allein finden kann. Das kann nur ein SammaSamBuddha, und man muss zu der Lehre eines solchen Zuflucht nehmen. Ja mehr noch, man benötigt nach dieser Vorstellung sogar einen Lehrer, der diesen Weg bereits gegangen ist. Also schafft man’s eben doch nicht so gaaaaaanz alleine…

Es gibt aber neben der Theravada-Schule noch jede Menge weitere buddhistische Schulen (die sich übrigens auch gerne gegenseitig beschuldigen, Herätiker zu sein. Ja, genauso wie wir es auch vom Christentum, dem Islam, und allen weiteren Weltreligionen kennen. Doch das nur so am Rande, und es ist nicht meine Absicht, mich hier an diesen Auseinandersetzungen zu beteiligen), die das volle Spektrum zwischen Selbsterlösung und Gnade abbilden. Das ist im Westen, wo der Buddhismus oft in dieselbe Schublade mit allen möglichen esoterischen und New Age Lehren gesteckt und damit vermischt wird, wahrscheinlich nur wenigen bekannt. Mein Internet-Freund Dave aus Texas ist Jodo Shinshu Buddhist. Er ist zu 100% davon überzeugt, dass er nach seinem leiblichen Tod in das reine Land kommen wird, dass vor Äonen von Amida Buddha (ein SammaSamBuddha, der in einem vergangegen Zeitalter lebte) geschaffen wurde. Und zwar ausschließlich durch Glauben und die Gnade Amidas, weil er sich außerstande sieht, durch Eigenleistung Erleuchtung zu erlangen. Kommt den Protestanten unter uns das nicht irgendwoher bekannt vor? Also nix da mit Selbsterlösung!

Dave wuchs in einer missbräuchlichen „Southern Baptist“ Familie auf und versuchte verzweifelt, die Hilfe und Gnade durch Jesus Christus zu bekommen, vergeblich. Später wandte er sich vom protestantischen Christentum ab, wurde erst Katholik, dann Atheist, wandte sich dann allen möglichen New Age Lehren zu, aber es wurde immer schlimmer. Erst als er zum Jodo Shinshu kam und sein karmisches Schicksal völlig in die Hände Amida Buddhas abgab, fand er Frieden und ist sich seitdem sicher, dass Amida ihn gerettet hat.

Soviel also zu dem Vorurteil, der Buddhismus sei eine reine Selbsterlösungsreligion, das man im Westen so häufig hört. In Wirklichkeit ist jede, wirklich jede Religion ein Zwischending aus Selbsterlösung und Gnade. Als ob es selbst in der härtesten Lutherschen „sola fide“-Schule anders sei! Sie behaupten zwar, dass allein der Glaube, und keine Werke nötig seien, wenn man sich aber anhört, was diese Leute von ihren Anhängern verlangen, bekommt man einen ganz anderen Eindruck! Was da alles von den Gläubigen verlangt wird, um in den Himmel kommen zu können (und, was in deren Vorstellung gleichbedeutend ist: Um von der ewigen Hölle gerettet werden zu können), geht auf keine Kuhhaut! Man muss regelmäßig beten, man muss missionieren gehen, man muss mehrmals die Bibel komplett durchgelesen haben (einmal reicht angeblich nicht), man muss etliche Sittlichkeitsregeln einhalten, man muss sich dazu zwingen, einen schwerst psychisch gestörten, missbräuchlichen Schöpfergott toll zu finden, und und und… Wie der 🙏WEG DER MITTE🙏 jenseits von reiner Gnade und reiner Selbsterlösung aussehen könnte, möchte ich in einem Folgebeitrag näher erläutern.

Wenden wir die bisherigen Überlegeungen doch einmal auf eine heiß diskutierte politische Streitfrage an: Das bedingungslose Grundeinkommen. Also der Idee, dass eine übergeordnete Struktur — überlicherweise als „Staat“ bezeichnet — jedem Menschen ein Einkommen zu Verfügung stellt, unabhängig davon, ob dieser Mensch arbeiten geht, oder sonst irgend eine Leistung vollbringt. Die Befürworter gehen davon aus, dass es natürlicherweise eine solche Versorger-Struktur geben müsse, um auch denjenigen ein würdiges Leben ermöglichen zu können, die nicht in der Lage sind, sich selbst aus der Abhängigkeit von anderen zu befreien (will heißen: Sich selbst versorgen zu können): Alte Menschen, kranke Menschen, einsame Menschen, Menschen, die viel Pech im Leben hatten, Menschen, die in missbräuchlichen Beziehungen leben, Menschen, die nicht genügend Erfahrungen gemacht haben (sprich: Kinder). Die anderen, selbständigen, die das sehr wohl können, dürften dann davon ausgenommen werden. Diese Befürworter könnte man dann, um die oben genannten Gedanken über die Religionen als Analogie zu verwenden, ale Vertreter der Gnadenreligionen ansehen.

Die Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens könnte man dem gegenüber mit den Vertretern der Selbsterlösungslehren in Verbindung bringen. Sie befürchten, dass die Menschen dadurch in eine Abhängigkeit von dieser übergeordneten Struktur geraten würden, die dann ihrerseits ihre Macht missbrauchen würden. Sie glauben, dass wir eine Gesellschaft anstreben sollten, in der alle Menschen zu 100% souverän und selbstbestimmt sind. Zu dieser Fraktion gehören z.B. die meisten Libertären. Natürlich wäre das der beste denkbare Idealzustand, und auch die Befürchtungen, die diese Gegner äußern, sind teilweise berechtigt. Ich halte es aber für realistischer, dass es nicht alle Menschen schaffen werden, vollständig selbstbestimmt zu werden, was dann auch keine Schande sein sollte. Eine natürliche Autorität oder Hierarchie wäre ein bessere Lösung. Falls es so etwas existiert. Wovon ich allerdings ausgehe!

Namo Amida Bu 🙏

China-Joe

Leute, lernt schon mal chinesisch! Das ist in wenigen Jahren in der gesamten westlichen Welt Amtssprache. Sozialpunktesystem und flächendeckend 5G von HUAWEI gibt’s gratis dazu. China-Joe macht’s möglich!

Mein Empfehlung:

Shitstorms

Dafür gibt es meines Wissens eigentlich gar kein deutsches Wort. Vielleicht am ehesten so etwas wie „anhaltende Protestwelle“ oder „Sturm der Entrüstung“. Das klingt natürlich etwas bieder und trifft nicht so ganz den Punkt, was eigentlich gemeint ist. Der Begriff „Shitstorm“ stammt aus dem Internetzeitalter. Es ist ein Phänomen, das es davor einfach noch nicht gab, und dem sogar Wikipedia einen Artikel gewidmet hat. Wikipedia schlägt folgende Definition vor:

Shitstorm [ˈʃɪtstɔɹm] (zusammengesetzt aus englisch shit „Scheiße“ und storm „Sturm“) bezeichnet im Deutschen das lawinenartige Auftreten negativer Kritik bis hin zur Schmähkritik im Rahmen von sozialen Netzwerken, Blogs oder Kommentarfunktionen von Internetseiten. Er richtet sich gegen Unternehmen, Institutionen, Einzelpersonen oder in der Öffentlichkeit aktive Personengruppen wie etwa Parteien.

Ich bin ja mittlerweile auch schon alt genug, um noch eine Zeit erlebt zu haben, in der man sich noch echte, handschriftliche Briefe in Briefumschlägen und mit Briefmarke zugeschickt hat. Möglicherweise hat es auch zu diesen Zeiten gelegentlich mal Situationen gegeben, in denen Zeitungs- bzw. Zeitschriftenverlage stapelweise Protestbriefe zugeschickt bekommen haben. Aber selbst dann wird es sich wirklich um Briefe gehandelt haben, in denen mehr drin stand als nur ein sekundenschnell hingerotzer Einzeiler in Kleinschreibung und ohne Satzzeichen — so wie es eben bei zeitgemäßen Internet-Shitstorms üblich ist.

Ich selbst bin noch nie im Zentrum eines Shitstorms gestanden — dazu gleich noch mehr. Kommen wir zu meinem Anliegen: Shitstorms widern mich an. Und trotzdem üben sie auf mich eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Es ist schwer zu erklären. Am ehesten könnte man es vielleicht mit den Leuten vergleichen, die fasziniert von Horrorfilmen sind, obwohl sie sich davor ekeln. Gerade, weil sie wissen, dass es alles nur ein Film ist und sie selbst nicht involviert und in Sicherheit sind. Natürlich hängt es — zugegebenermaßen — auch davon ab, auf welcher Seite der Shitstorm-Auseinandersetzung man steht. Wenn man selbst mit der Sichtweise des Shitstorm-Opfers konform geht, leidet man wesentlich mehr mit, als wenn man sich eher auf der Seite derer widerfindet, die ihn verursachen. Dann kann man unter Umständen soger so etwas wie Schadenfreude empfinden. In beiden Fällen ist es jedoch wichtig, seine Emotionen wieder unter Kontrolle zu bringen — entweder den Ärger, oder die Schadenfreude.

Obwohl ich Shitstorms verabscheue, konnte ich doch einiges von ihnen lernen. Während andere sagen, dass sie die Kommentarbereiche unter Videos, Artikeln, usw. gar nicht interessieren, begebe ich mich da oft voll rein, selbst wenn ich objektiv gesehen gar nicht groß an der Auseinandersetzung beteiligt bin. Gerade das ist für mich jedoch ein gutes Training, meine eigenen Emotionen zu kontrollieren. Ich habe da bisher immer den Zwang gehabt, irgendwie schlichtend in die Schlammschlacht eingreifen zu müssen, habe aber mittlerweile zum Glück das Verständnis entwickelt, dass das niemals funktionieren kann, und dass ich damit weder mir selbst, noch den anderen, dabei irgend einen Gefallen tue.

Die Ursache für die meisten Shitstorms ist meines Erachtens, dass im Internet die Gefahr, Missverständnissen und Fehlinterpretationen aufzusitzen, einfach viel größer ist, als im langweiligen, wirklichen Leben. Es gibt immer Duzende verschiedene denkbare Möglichkeiten, welche wahren Absichten der Mensch an der anderen Seite der Leitung haben könnte. Ist er gesteuert? Ist er Teil einer Gruppe, oder ist das, was er sagt, auf seinen eigenen Mist gewachsen? Hat er einen an der Waffel? Hat er böse Absichten? Verfolgt er eine Agenda? (Der Vorwurf „Wer bezahlt dich?“ darf in keinem standesgemäßen Shitsorm fehlen.) Es gibt noch viele weitere Optionen. Und die eine Möglichkeit, für die man sich dann entscheidet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Da kann schon allzu schnell mal was in die Hose gehen. Als Beispiel für einen konstanten, seit drei Jahren nicht abreißenden Shitstorm habe ich bereits in meinem letzten Beitrag die Videos von Edi Maurer genannt, der, wie ich trotz teilweise abweichender Ansichten finde, eine sehr wichtige Arbeit macht. Einer der heftigsten Shitstorms, denen ich beiwohnen konnte, war der gegen Meike „BÄMM“ Büttner gerichtete im Sommer des vergangegen Jahres. Das hatte mich tatsächlich vorübergehend aus der Bahn geworfen, wie ich zugebe (Ich glaube aber, das ging nicht nur mir so. Auch wenn die meisten das wohl nicht zugeben würden). Dass man vorübergehend vom Weg abkommt, ist jedoch keine Schande. Wichtig ist, dass man sich dessen bewusst wird, eine Selbstkorrektur vornimmt, und wieder zum 🙏WEG DER MITTE🙏 zurückkehrt. Diese Fähigkeit, konsequent und ohne Unterlass den eigenen Geisteszustand zu beobachten, Abirrungen zu erkennen und zu korrigieren, wird in den überliferten Lehrreden des Erhabenen, dem Palikanon, als „Sati“ (ausgesprochen mit kurzem „a“ und langem „i“, wie „Sattie“) bezeichnet, und wird meist mit „Achtsamkeit“ übersetzt.

Dass Frau BÄMM diesen Shitstorm durchstand, der jeden anderen zum Aufgeben gebracht hätte, ist schon ein Phänomen. Sie kam so harmos daher als hilfsbedürftiges Missbrauchsopfer und entpuppte sich als Intelligenz-Überfliegerin und Vollblutkämpferin. Gegen intelligente Frauen hat heut zu Tage kaum noch jemand etwas, aber gegen weit überdurchschnittlich intelligente offenbar schon noch. Männliche Überflieger sind akzeptiert, aber bei weiblichen wird man misstrauisch. Die traumatische Angst vor Hexen sitzt uns wohl auch nach Jahrhunderten der europäischen Aufklärung immer noch in den Knochen. Vor allem, wenn so eine Frau obendrein offenbar keine Berührungsängste mit Okkultismus hat, und viel Heimlichtuerei betreibt. Über ihre Verbindung zu einem elitären zionistischen Netzwerk aus dem Ruhrpott, die unter anderem ihr seltsamer namenloser Kritiker, der Heckie, aufdeckte, schweigt sie bis dato eisern (wobei es in dieser Ecke wohl tatsächlich auch ziemlich gefährlich wird).

Dabei ist der Heckie genauso ein Heimlichtuer wie sie. Dass er angeblich so viel moralischer ist als die Leute, die er kritisiert, und über so viel mehr Fachwissen verfügt als sein Publikum, sollen wir ihm einfach so glauben, ohne, dass er uns die Möglichkeit einräumt, das nachprüfen zu können. So nach dem Motto „Können diese Augen lügen?“ Wie stellt er sich das vor? Nachdem er den Shitstorm maßgeblich losgetreten hatte, musste er später wegen seiner Kritik an Samuel Eckert selbst in einem ordentlichen Shitstorm ganz schön federn lassen (ein Like/Dislike-Verhältnis von über 1:3 hat schon Seltenheitswert). Karma is a bitch, wie es auf neudeutsch so schön heißt. Zugute halten muss man ihm allerdings, dass er keine Kommentare löscht (das tut Meike übrigens auch nicht). Er soll auch gerne weitermachen mit seinem Kanal, aber m.E. wäre eine Kurskorrektur angebracht.

Ich wollte ja noch etwas dazu schreiben, dass ich selbst bisher noch niemals im Zentrum eines Shitstorms stand. Zwar bin ich auch schon gelegentlich mal von einzelnen in Kommentarbereichen und Foren von anderen angegangen und beschimpft worden. Aber dass ich noch keinen echten Shitstorm auf mich gezogen habe, liegt einfach daran, dass mein Blog bzw. mein Youtube-Kanal einfach nicht genug Publikum hat. Sollte sich das jedoch mal ändern, ist es natürlich ratsam, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Aber wie erwähnt, brauche ich dazu erstmal mehr Leser bzw. Zuschauer. Aber wie bekomme ich die? Es gibt da mehrere Möglichkeiten:

  1. Man muss zu aktuellen Themen über längere Zeit mehrmals wöchentlich einen Beitrag schreiben bzw. ein Video machen. Dazu habe ich keine Lust, und ich glaube auch nicht, dass das mich und andere wirklich weiter bringt.
  2. Man hat Kontakte zu anderen Kanalbetreibern mit großer Reichweite, die einen verlinken bzw. empfehlen können. Dadurch kann man auf ziemlich viele Klicks kommen. Man nennt solche Leute auf neudeutsch „Influencer“ (schreckliches Wort). Hab keine solchen Kontakte, ist damit also auch abgehakt.
  3. Man macht Videos über andere. Das ist nicht meine Art, passt nicht zu mir, und ist somit ebenfalls keine Option, die ich in Betracht ziehe.
  4. Man braucht ein Thema, das einen selbst betrifft, und von dem man weiß, dass auch sehr viele andere betroffen sind und darunter leiden, aber über das niemand gerne öffentlich reden möchte. Damit kann man Aufmerksamkeit auf sich ziehen, und man kann gleichzeitig auch eine Hilfe und Anlaufstelle für die vielen anderen sein, denen es ähnlich geht. Mit so einem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen, muss gut vorbereitet sein, da die Gefahr, dass Schmähungen, Spott, und Unverständnis als Reaktionen kommen, besonders hoch ist.

Möglichkeiten 1–3 fallen für mich also schon mal aus. Was Nr. 4 betrifft, ja, da gäbe es schon etwas. Dafür muss aber der richtige Zeitpunkt da sein, und ich glaube, es ist jetzt noch zu früh dazu. Deshalb belasse ich es einfach mal bei dieser kryptischen Andeutung. Letzlich ist Anzahl der Klicks auch nicht so wichtig. Ich schreibe diese Aufsätze in erster Linie, um meine eigenen Gedanken zu sortieren, und werde das auch ohne Leser weiterhin öffentlich tun. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine wenigen Leser! Vornehmliches Ziel meines Blogs sollte die permanente Selbstbeobachtung sein, um stets den 🙏WEG DER MITTE🙏 einhalten zu können, und nicht, um möglichst viele Klicks zu bekommen.

NAMO TASSA BAGAWATO ARAHATO SAMMA SAMBUDDHASA
Ehre sei dem Erhabenen, dem Noblen, dem vollständig Erwachten 🙏🙏🙏

Fanatiker

Kein sehr schönes Thema fürs neue Jahr, zugegeben. Aber wenn ich das noch länger aufschiebe, besteht die Gefahr, dass ich meine Gedankengänge wieder vergesse. Wenn wir von Fanatikern hören, denken wir meistens an junge Männer mit schwarzen Bärten, die sich selbst und ein paar andere ahnungslose Passanten im Supermarkt in die Luft sprengen. Oder an vergleichbare Bilder wie diese:

Ja, diese Art von Fanatikern gibt es natürlich auch. Wobei manche dieser bedauernswerten Menschen einfach nur gehirngewaschene Mitläufer sind, was nicht unbedingt dasselbe ist. Oder vielleicht könnte man auch sagen, es ist die Endstation oder die Extremform des Fanatismus. Deshalb möchte ich hier einmal erklären, was ich im allgemeinen unter einem Fanatiker verstehe. Kurz gesagt, lautet meine eigene Definition:

Ein Fanatiker ist jemand, der fälschlicherweise glaubt, die absolute Wahrheit gefunden zu haben.

Fanatiker wissen meist nicht, dass sie Fanatiker sind. Der Fanatiker ist subjektiv davon überzeugt, die einzige und absolute Wahrheit gefunden zu haben, und wird seinen Glauben deshalb auch nicht freiwillig so einfach aufgeben. In seinem Glaubenssystem besteht er sogar darauf, dass er seine Überzeugung nie mehr aufgeben wird, komme was wolle — auch wenn das de facto nicht zutreffen mag. Es ist durchaus möglich, dass ein Fanatiker zu seinem Lebzeiten aus seinem Glaubensgefängnis auszubrechen vermag, aber das wird für ihn in der Regel mit starken seelischen Schmerzen verbunden sein. Vergleiche dazu meinen Beitrag „Entkehrung“.

Um gleich mal eins klarzustellen: Das bedeutet alles nicht, dass es keine absolute Wahrheit gäbe. Die gibt es nämlich! Ich gehe aber davon aus, dass jemand, der tatsächlich die absolute Wahrheit gefunden hat, ganz sicher nicht zu einer Gefahr für andere werden kann, im Gegensatz zum Fanatiker, der ja nach meiner obigen Definition eben nur fälschlich glaubt, die absolute Wahrheit gefunden zu haben. Stellt sich nun also die Frage, inwiefern Fanatiker eine Gefahr für andere darstellen (sieht man einmal von der Gruppe ab die im obigen Foto abgedildet ist, und die in vieler Hinsicht einen Sonderfall darstellt). Es gibt mehrere Gründe:

  • Der Fanatiker ist zu 100% von etwas überzeugt, was nicht der Realität entspricht. Deshalb wird er ohne zu Beirren und ohne Rücksicht auf Verluste sein Handeln nach seiner Überzeugung ausrichten, und damit früher oder später an der Realität Schiffbruch erleiden — und sehr wahrscheinlich andere mit sich reißen.
  • Da der Fanatiker so unbeirrt für seine Überzeugung einsteht, wird er auf andere eine starken Eindruck hinterlassen. Dadurch hat er die Fähigkeit, anderen das Gehirn zu waschen. Fanatiker betreiben geistigen Mussbrauch! Auch Psychopathen haben ja diese Fähigkeit, aber im Gegensatz zum Psychopathen glaubt der Fanatiker, er würde dem anderen dadurch helfen, ja sogar, ihn vorm Verderben retten, während dem Psychopathen das Wohlergehen des anderen egal ist.
  • Der Fanatiker ist von Angst gesteuert und steckt andere mit seiner Angst an. Eine irrtümlich für absolut gehaltene Wahrheit macht Angst. Die tatsächliche Wahrheit macht dagegen keine Angst.

Um eines nochmal ganz klar zu stellen: Das alles bedeutet nicht, dass es keine absolute Wahrheit gäbe. Die gibt es ganz bestimmt! Wer das Gegenteil behauptet, betreibt Werterelativismus. Was davon zu halten ist, habe ich letztens in meinem Aufsatz zum Thema „Luziferianismus“ ausgeführt. Wer die tatsächliche Wahrheit kennt, wird dagegen nicht zum Fanatiker!

Fanatiker gibt es in allen politischen, ideologischen und religiösen Ecken. Aber eine bestimmte Art von Fanatikern, die mir im Internet in den letzten Jahren besonders aufgefallen sind, sind bibeltreue evangelische Christen. Womit ich nicht sagen möchte, dass alle bibeltreuen evangelische Christen Fanatiker sind. Tatsächlich ich habe auch einige gefunden, die keine sind, und die man auch nicht so leicht in die Gruppe der „lauwarmen“ Christen (die die christlichen Fanatiker als ihre Hauptfeinde ansehen, noch mehr als die Atheisten und sogar Satanisten!!) stecken kann.

Sehr gut sichtbar wird diese Art von Fanatikern auf dem Youtube-Kanal von Edi Maurer, besonders auf seinem am häufigsten angeklickten Video.

Es ist schon mindestens 2 oder 3 Jahr her, dass ich dieses Video gesehen habe und ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so recht erinnern, was darin gesagt wurde, auch wenn es korrekt recherchiert sein mag. Aber die Kommentare lese ich seit etwa 2 Jahren regelmäßig mit. Der Kommentarteil (sowie die Kommentarteile einiger andere Videos auf diesem Kanal) ist zu einem signifikanten Anteil so etwas wie ein nicht abreißender Shitstorm, der sich bereits über 3 Jahre hinzieht (Edi Maurer schrieb sogar, dass er besonders schlimme Kommentare löschen muss). Ich glaube, viele der bibeltreuen Christen, die dort empörte Kommentare schreiben, haben das Video gar nicht gesehen, oder nur die ersten paar Mintuen. Es ist allein der Titel, der sie so triggert.

Dabei muss ich sagen, dass ich mit Edi Maurer nicht in allzu vielen Punkten übereinstimme. Vor allem ist mir seine Sichtweise zu einigen Themenbereichen zu systemkonform. Aber darum geht es hier gar nicht. Sondern ich erwähne ihn hier, weil ich bisher niemand anderen gefunden habe, der so geduldig, so konsequent, und so verständnisvoll auf Fanatiker eingehen kann wie er. Das muss man wirklich mal sagen! Edi Maurer geht den 🙏WEG DER MITTE🙏, und ist damit sicherlich viel näher an der Lehre des Erhabenen SammaSamBuddha, als er vielleicht zugeben will! Er bezeichnet sich als Christ, ist aber kein Bibeltreuer, sonst würde er wohl kaum ein Video mit so einem Titel machen. Aber wie ich oben schon schrieb, glaube ich, dass es sogar bibeltreue Christen gibt, die den Weg der Mitte gehen, auch wenn diese es wohl noch weniger zugeben würden.

Dollarpyramide — Diskussion

Hier gebe ich eine Diskussion zum Thema meines Aufsatzes „Dollarpyramide“ wieder, die ich auf Maggie Dörrs Webseite „Bewusstseinsreise“ führte. Es ging um die Vermutung, dass wir uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte direkt im Übergang vom Kali Yuga, dem dunklen Zeitalter, ins Sat Yuga befinden. Ein Mitdiskutierender warf die Frage auf, was dann mit all den Menschen geschehen soll, die sich bis zum bitteren Ende geweigert haben, „aufzuwachen“ und im „Deep State“-Mainstream hängen geblieben sind. Er befürchtet, dass sich diese Menschen in einer kommenden, besseren Welt ins gemachte Nest setzen könnten und faul von der harten Arbeit anderer leben könnten. Man müsse sie möglicherweise in eine andere Zeitlinie verbannen. Ich bot ein Modell an, mit dem sich dieses Problem auflösen lässt, nämlich eine neue Machtpyramide:

Lano Talos (Chris Chang) schreibt:

Zu eurer Diskussion, was mit den faulen Menschen geschehen soll, die sich bis zum Schluss hartnäckig geweigert haben, aufzuwachen: Nach meinem Verständnis löst sich das Problem recht einfach auf, wenn man davon ausgeht, dass auch eine kommende Zivilisation hierachisch aufgebaut sein wird. Alle Zivilisationen der Menschheitsgeschichte waren auf einer Pyramidenstruktur aufgebaut, die so zu sagen das spirituelle Rückgrat der Zivilisation bildete, und ich sehe keinen Grund, warum das in einem kommenden goldenen Zeitalter anders sein sollte. Die Vorstellung, dass dann alle Menschen gleichgestellt sein werden und über das gleiche Wissen verfügen, halte ich für ziemlich unrealistisch.

Je höher man auf der Pyramide steht, desto höher ist der Einweihungsgrad, und umso mehr Wissen und Privillegien hat man, aber auch umso mehr Verantwortung trägt man. Die Pyramidenbauten, die vergangene Zivilisationen wie die Ägypter und die Maya gebaut haben, waren letztlich nur Symbole für die spirituellen Machtpyramiden, auf denen diese Zivilisationen begründet waren. Armin Risi vermutet, dass z.B. die Pyramiden von Gizeh weit älter sind als die offizielle Wissenschaft behauptet und lange vor dem Beginn des Kali Yuga errichtet wurden, als es noch eine funktionierene Gesellschaftsstruktur gab. Die Spitze einer solchen spirituellen Machtpyramide ist hochdimensional und hat Zugang zu einem unerschöpflichen Reservoir an Lebensenergie, die sie dann nach unten weiter geben kann. Man könnte sagen, die Spitze hatte eine “göttliche Anbinding”.

Auch im ausgehenden Kali Yuga gibt es eine Machtpyramide, aber sie ist “satanisch” organisiert, weil alles auf dem Kopf steht. Falls Armin Risi recht hat, dann wurden im Kali Yuga keine Pyramiden gebaut, wahrscheinlich weil das technische Wissen verloren gegangen war, um solche Bauten zu errichten. Statt dessen hat man die Kali Yuga Pyramide dann auf die Ein-Dollar-Note gedruckt.

Es fällt auf, dass der Rumpf der Dollarpyramide 3-dimensional gezeichnet ist, aber die Spitze mit dem allsehenden Auge ist nur ein 2-dimensionales Dreieck. Das bedeutet, der Spitze der satanischen Dollarpyramide fehlt eine Dimension, weil sie im Gegensatz zu den Zivilisationen vor dem dunkeln Zeitalter ihre Anbindung an die Lebensquelle verloren hatte. Deshalb war sie gezwungen, die Energie aus der Pyramide selbst zu saugen, d.h. die Satanisten haben den natürlichen Energiefluss umgedreht von unten nach oben. Die untersten, also die Verbrecher und Psychopathen, schafften es nach ganz oben, während die, die eigentlich ganz oben stehen sollten, nach unten gedrängt wurden, und als Spinner, Aluhutträger, Extremisten und Antisemiten beschimpft werden.

Im kommenden Zeitalter sollte die ursprüngliche Hierarchie wieder hergestellt werden. Die Menschen, die sich geweigert haben, aufzuwachen, brauchen wir dann auch nicht in andere Zeitlinien zu verbannen, sondern ihnen wird dann einfach ein Platz auf den unteren Pyramidenstufen zugewiesen, wo sie sich unterzuordnen haben, ob ihnen das gefällt oder nicht. Es wird dann wahrscheinlich auch immer noch Verbrecher und Gewalttäter geben, aber sie sollten dahin kommen, wo sie hingehören, nämlich nach ganz ganz unten, und nicht mehr, wie im Kali Yuga, nach ganz oben an die Spitze.

Marco schreibt:

Lieber Talos, da gehen unsere Visionen weit auseinander. Ich sehe keine Pyramide mehr und auch jemand der erleuchteter ist als Andere,wird auf gleicher Ebene seine Erleuchtung teilen und glücklich darüber sein dies tun zu dürfen,ohne sich über Diese zu erheben. Ich sehe auch ein kollektives Bewusstsein und somit hätte sich das Problem erledigt. In meiner Vision stehen vom Wert her alle Lebewesen auf einer Stufe und unsere Aufgabe wird es sein die Erde und all Ihr Leben zu beschützen. Wollte ich wider eine Pyramide, würde ich irgendwann das alte System haben wogegen ich heute kämpfe.Sorry aber das ist nicht mein Weg. L.G. Marco

Solltest allerdings du recht behalten und es wieder ein Pyramidensystem geben wird lieber Talos,dann weiß ich, wir haben verloren.

Anton schreibt:

Grüßt Euch,

eine Pyramiden-Struktur, mit Unten / Oben kann und darf es so nicht mehr geben, dann würde sich die neue kommende Zivilisation falsch entwicklen. Nur in einer Art Übergangszeit können sicherlich Modelle als Stütze zur Anwendung kommen, in der wir auch weiterhin Unterstützung von Außen erfahren, wie die auch immer aussehen mag. Wieviele „nichtaufgewachte Menschen“ es in ein paar Jahren noch geben wird, kann ich nicht beurteilen. Irgendwann zeitnah, muß aber klar sein, wohin die Reise geht mit der neuen Zivilisation die wir nun aufbauen oder schöpfen möchten.

Selbstbestimmte, selbstermächtigte Menschen werden dann eine andere Motivation haben als die, wozu wir in der alten Matrix immer angetrieben wurden. Unser Planet und das Wohlergehen aller Menschen werden dann der Mittelpunkt aller unserer Tätigkeiten und unser Motivation sein.
Wir werden nicht mehr für Geld arbeiten oder Materie, wenn das Geld abgeschafft ist. Der Antrieb und Motivation von uns Menschen wird komplett anders sein. Unser Antrieb wird die Freude sein, unseren Planeten weiter zu entwickeln in allen Lebensbereichen für jeden von uns, unabhängig unserer Arbeit. Um letztendlich einem paradiesischen Leben hier immer näher zu kommen, für alle.
Wenn wir dies tun, entwickeln wir uns auch automatisch in unserem Bewusstsein weiter, da kein individuelles Ego mehr zum tragen kommt. Mit dieser Bewusstseinsänderung, die erfolgen wird, wird eine gleichgestellte Gesellschaftsstruktur möglich. Hier gibt es auch schon Modelle und Überlegungen, wie diese aussehen könnten. Bis dies alles weltweit so umgestellt sein wird, so dass es ein Selbstläufer wird, geht man von ca. 50 Jahren aus, wobei dies nur Theorie ist. Alles kann sich auch sehr schnell beschleunigen und die Entwicklung anfänglich auch exponentiell verlaufen und nicht linear. Was sind schon 50 Jahre, im Vergleich zu der unfassbar langen Knechtschaft der Matrix hier auf unserem Planeten. Das neue kommende Bildungssystem, oder besser formuliert “Erkennungssystem der Naturgesetze“, wird es erst ermöglichen, den kommenden und heranwachsenden Generationen die notwendige Orientierung zu vermitteln. Auf ein gutes gelingen für uns alle, Anton.

Lano Talos (Chris Chang) schreibt:

Lieber Marco, lieber Anton,

danke für eure Antwort. Ich sehe in einer Hierarchie nichts schlechtes. Im Gegenteil, eine stabile und gerechte Pyramidenstruktur ist sogar der beste Schutz dagegen, dass sich wieder die Dunkelmächte in einer Zivilisation einnisten können, und wirkt wie ein Immunsystem. Selbst im Himmel gibt es eine Hierarchie, das steht ja sogar in der Bibel. Wir dürfen nicht vergessen, dass auf dieser Welt seit Jahrtausenden alles verdreht war und auf dem Kopf stand. Diese verdrehte Weltsicht haben wir schon so verinnerlicht, dass wir wohl erst einmal eine Weile brauchen werden, um uns daran zu gewöhnen, wie es richtig herum eigentlich sein sollte. Deshalb denken wir bei einer Hierarchie mit oben und unten gleich immer an Gewalt, Unterdrückung, und Erniedrigung. Dass man sich über andere erhebt und den anderen erniedrigt, ist ja genau ein Merkmal des dunklen Zeitalters. Dabei ist es ursprünglich so gar nicht gedacht, sondern der höher stehende sollte der Beschützer und Lehrmeister desjenigen sein, der unter ihm steht, und er ist von dem Wunsch beflügelt, dass sich der weiter unten stehende mit seiner Hilfe selbst geistig weiter entwickeln und eine höhere Stufe erreichen kann.

In diesem Zusammenhang empfehle ich euch den Vortrag von Armin Risi, den er vor kurzem auf seinem eigenen Youtube-Kanal hoch geladen hat. Alles was er sagt, passt meinem Verständnis nach sehr gut zu dem, was ich über die Pyramiden geschrieben habe. An einer Stelle zeigt Risi eine bildliche Darstellung aus einer Zeit vor dem Kali Yuga, wo man Menschen in Booten sieht. Einige Menschen sind größer dargestellt als die anderen, und sie haben Antennen auf dem Kopf, was symbolisiert, dass diese besonderen Menschen einen offenen Kanal nach oben hatten. Es waren also damals auch nicht alle Menschen gleich, obwohl das dunkle Zeitalter noch gar nicht begonnen hatte. Hier der Link mit Zeitstempel: https://youtu.be/s9fTiJJ-zjI?t=750

Ich stimmt euch zu, dass alles, was jetzt auf uns zu kommen wird, bereits “von oben” so festgelegt ist, und wir da gar keinen großen Einfluss darauf haben. Wahrscheinlich werden wir bald wissen, ob es eine Zivilisation sein wird, in der alle gleichgestellt sind, oder ob es eine neue, und bessere, Hierarchie geben wird. Es wird auf jeden Fall spannend!

Marco schreibt:

Lieber Lanos, es ist sicherlich ein Modell für den Übergang um zu einem kollektiven Bewusstsein zu gelangen. Mich irritierte am meisten die Privilegien die es an der Spitze geben soll. Das wäre eben nicht meine Vision. Jedoch schaue ich mir gerne das Video an und lasse mich eines besseren belehren. Wie du schon schreibst, wir werden sehen.

Mein Kommentar:

Offensichtlich kam mein Pyramidenmodell bei den Mitdiskutierenden nicht sonderlich gut an. Warum verteidige ich es trotzdem? Weil es m. E. am besten den 🙏WEG DER MITTE🙏 realisiert. Wie ich schon öfters schrieb, ist der Weg der Mitte derjenige, der sich über beide polaren Extreme hinweg setzt. Diese Extreme wären in diesem Fall:

  • Eine Art Universalismus, wie es offenbar von vielen, die auf Maggies Plattform schreiben, favorisiert wird: Sobald das Goldene Zeitalter voll verwirklicht ist, stehen alle Menschen auf der gleichen Stufe, haben Zugang zu allem verfügbaren Wissen, und haben dieselben Möglichkeiten. Auch diejenigen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, geweigert haben, aus der Matrix des Kali Yuga auszusteigen, werden so zu sagen dazu „gezwungen“, sich in das neues System einzufügen. Das scheint mir jedoch dem freien Willen zu widersprechen. Außerdem scheint es mir irgendwie ungerecht denen gegenüber, die sich viel Mühe gegeben haben, uns allen einen Übergang in die neue Zeit zu ermöglichen. Deren Leistung wird ja damit gar nicht gewürdigt.
  • Ein exklusiver Übergang ins Goldene Zeitalter für ein paar wenige „Auserwählte“, die sich als würdig erwiesen haben, während alle anderen keinen Zugang zum Goldenen Zeitalter bekommen. Das ist die Vorstellung, die von den Anhängern messianischer Endzeitreligionen favorisiert wird: Nur weniger finden den schmalen Weg ins Paradies, während die überwiegende Mehrheit den breiten Weg in die Verdammnis geht. Was mit den Ausgeschiedenen dann geschieht, reichen die Vorstellung von ewiger Höllenqual, über die etwas freundlichere Vorstellung einer Auslöschung, wie bei den Zeugen Jehovas oder den 7-Tages-Adventisten gelehrt, bis hin zur Verbannung in eine andere Zeitlinie, wie von dem Mitdiskutierenden vermutet.

Die von mir vertretende Theorie einer hierarchisch organisierten Pyramide überwindet beide Extreme. Niemand muss ausgeschlossen werden, auch nicht der Niederste. Jeder bekommt den Platz zugewiesen, der ihm gebührt. Die Faulen werden auf die unteren Stufen verbannt, aber wer sich Mühe gibt, wird aufsteigen dürfen. Im Übrigen, wie auch immer ein neues Zeitalter aussehen mag: Aus der Sicht des Erhabenen SammaSamBuddha ist es immer noch Samsara. Auch wenn es noch so viel besser sein wird, als das gegenwärtige Zeitalter, es wird nicht perfekt sein, und es wird vergänglich sein, auch wenn es lange dauern mag. Perfekt ist ausschließlich Nibbana.

Ein frohes Neues Jahr 2021!

Frohe Weihnachten!

Diesen wahrscheinlich letzten Beitrag in diesem Jahr möchte ich allen Menschen widmen, die Weihnachten alleine verbringen, ob freiwillig oder unfreiwillig. Ich kenne solche Menschen, auch solche, die mir nahe stehen. Zum Glück weiß ich, dass sie damit klar kommen, so dass ich mich um sie keine Sorgen machen muss. Zwar bin ich nicht alleine, aber große Familienzusammenkommen gibt’s auch nicht mehr. Aus einer ganzen Reihe von Gründen. Nein, nicht dass wir verstritten wären, es ist noch viel komplizierter. Wir leben in einer derartig zerrissenen Gesellschaft, dass selbst ein einfaches Zusammenkommen von Menschen, die eigentlich zusammen gehören, immer schwieriger wird. Der derzeitige Lockdown-Wahnsinn setzt dem ganzen nur noch die Krone (lateinisch: CORONA!) auf. Für viele liegt es auch ganz einfach daran, dass keine Menschen mehr da sind, zu denen sie gehören. Man weiß nie, wie die Zukunft sein wird. Es ist möglich, dass auch ich eines Tages allein sein werde. Das könnte wirklich jedem passieren, selbst den Angehörigen der Eliteblutlinien mit weit verzweigtem Familiennetzwerk. Zum Glück rechne ich mich zu den Menschen, die damit klar kommen können. Und selbst wenn es so kommen sollte, so habe ich doch Hoffnung, dass wir bis dahin in einer besseren Welt leben, so dass das allein sein besser erträglich sein, und vielleicht sogar eine Art Privileg sein wird.

Zum Glück bin ich Buddhist und weiß, dass Vergänglichkeit etwas ganz normales ist, und nichts, worüber man sich Sorgen machen muss. Eigentlich bin ich das schon seit 2004, und das hat sich seitdem nicht geändert. Darüber habe ich bisher noch nicht so viel geschrieben, aus Sorge über mögliche Reaktionen, die darauf kommen könnten. So wie, der B. gehöre nicht in unsere Kultur und als Mensch mit europäischen Wurzeln solle man sich nicht damit beschäftigen. Oder Nibbana sei ja so ein unattraktives Konzept. Und für unsere lieben Bibelfundies ist das natürlich eh nur alles Satanismus und hastenichtgesehen. Inzwischen ist mir das ziemlich egal, und ich werde mir da von niemandem mehr drein reden lassen. Das habe ich viel zu lange gemacht. Warum schreibe ich das jetzt? Ich möchte darauf hinaus, dass ich im Buddhismus die einzige Religion sehe, die Hoffnung anbieten kann für Menschen, die allein sind, und sogar für die, die alles verloren haben — und trotzdem weiter leben wollen! Ich hatte da mal die überlieferte Geschichte von Patacara Theri vorgelesen. Patacara war so eine Frau, die alles verloren hatte, aber das höchste gewonnen hatte, was möglich ist: Das Unkonditionierte, das Ungeborene, das Todlose — Nibbana.

Geschichten von Menschen, die schmerzliche Verluste erlitten haben, gibt es natürlich auch in anderen Religionen. Man denke an den Hiob im Alten Testament, der bei einer Wette zwischen Gott JHWH und dem Satan zunächst alles verlor, in einem Happy End aber alles wieder zurück bekam. Oder an Jairus, von dem das Lukasevangelium in Kapitel 8 berichtet, dessen einzige Tochter starb, die dann aber von Jesus wieder zum Leben erweckt wurde. Aber was ist mit denen, die nicht mehr zurück bekommen konnten, was ihnen lieb war? Was ist mit den unzähligen Eltern, die ihr Kind verloren haben, denen Jesus aber nicht helfen konnte? Welche Geschichte kann diesen Eltern wohl mehr Hoffnung geben? Die von Jairus, oder die von Patacara Theri? Ich weiß, es ist problematisch, Religionen miteinander zu vergleichen. Aber manchmal geht es nicht anders. Ich habe jedenfalls keine Probleme mit Vergänglichkeit, und selbst wenn ich wüsste, dass ich der letzte in meiner Familie sein werde, der übrig bleibt, würde ich trotzdem alt werden und körperlich und geistig gesund bleiben wollen. Außerdem muss man immer damit rechnen, dass letztlich doch alles ganz anders kommen könnte, als man denkt.

Es ist jetzt auch gar nicht meine Absicht, damit hausieren zu gehen. Auch im Buddhismus gibt es unterschiedliche Schulen, die sich gegenseitig Häresie vorwerfen. Das ist leider überall dasselbe, kennt man ja auch aus dem Christentum, dem Islam, und allen anderen Religionen. Ich habe jedenfalls keine Lust, mich auch noch daran zu beteiligen. Aber wenn sich der Westen, der von stumpfem Konsumverhalten auf der einen, und Fanatismus aller möglichen Färbungen auf der anderen Seite gebeutelt ist, meiner Ansicht nach eine Scheibe von den östlichen Lehren abschneiden kann, dann ist es die Lehre vom 🙏WEG DER MITTE🙏. Denn damit kommt man meiner Überzeugung nach immer am weitesten!

Hier noch mein kleiner Tipp für die Weihnachtsfeiertage: Versucht, euch ein paar Tage lang nicht mit Politik zu beschäftigen. Wenn ihr euch trotzdem etwas anschauen wollt, empfehle ich das neue Video, das Armin Risi auf seinem Youtube-Kanal hochgeladen hat, und das er mit „Mein wichtigster Vortrag“ überschrieben hat:

Das Video ist neu, aber der Vortrag ist jetzt ziemlich genau ein Jahr alt: Er wurde zur Wintersonnenwende 2019 gehalten. Was Armin Risi sagt, passt auch alles sehr gut zusammen mit meinen letzten drei Aufsätzen, Dollarpyramide, Luzifer, und Pseudoskeptiker.

Frohe Weihnachten und ein gesegnetes, und vor allem besseres Neues Jahr allerseits!

Pseudoskeptiker

Unter verschwörungstheoretisch denkeden Menschen (neuerdings auch als „Aluhutträger“ bekannt) wird bekanntlich heftig um die Frage gestritten, wo denn nun die Fäden der globalen Macht zusammen laufen, oder zumindest, in welche Richtung man suchen muss, um ein solches Machtzentrum zu identifizieren. Klar ist, dass man nach Organisationen suchen muss, die viel Heimlichtuerei betreiben, und da gibt’s jede Menge, die unterschiedliche Ideologien und Weltanschauungen propagieren. Viele suchen in Richtung einflussreicher, religiöser Organisationen, allen voran dem Vatikan und der katholischen Kirche. Im Mittelalter traf das sicherlich zu: Der damalige Deep State wurde von Rom aus kontrolliert. Durch die Reformation im 16. Jahrhundert hatte die katholische Kirche zwar Schlagseite bekommen, aber letztendlich handelte es sich bei der Fake-Reformation eher um eine Art kontrollierte Opposition. Deshalb ließ man von Seiten der katholischen Kirche diese irren Fanatiker Luther, Zwingli, Calvin und wie sie alle hießen, auch gewähren — im Gegensatz zu der echten Reformation der Katharer, die im 13. Jahrhundert mit Stumpf und Stiel ausgerottet wurden.

Einen wirklich ernsthaften Schlag wurde der Kirche jedoch erst durch die europäische Aufklärung seit dem 17. Jahrhundert versetzt. Seitdem setzte sich ein rein materialistisches Weltbild duch, dass das Subjekt bei der Beschreibung der Welt vollständig ausklammerte, und dass trotz seiner Absurdität vor allem deshalb so viel Einfluss gewann, weil es zugegebenermaßen bahnbrechende Fortschritte in der Wissenschaft, der Technik, und der Medizin mit sich brachte. Inzwischen ist das materialistische Weltbild das weltweit vorherrschende, während religiöse Organisationen wie der Vatikal zwar immer noch eine wichtige Rolle spielten, aber nicht mehr die Hauptrolle. Wenn man also heute nach einer Organisation oder einer Gruppe von Organisationen sucht, wo die Fäden der weltweiten Macht zusammen laufen, liegt es also nahe, nach Netzwerken Ausschau zu halten, die die materialistische Wissenschaft vertreten. Diese im Volksmund meist „Materialismus“ genannte Ideologie wird gelegentlich auch als „naturalistisch“ bezeichnet, obwohl sie eigentlich, ganz im Gegenteil, eher zu einer völligen Entfremdung von der Natur führt. Nahezu alle Bereiche unseres heutigen Lebens sind auf dieses Weltbild begründet, sei es die Energieversorgung, der Verkehr, das Gesundheitswesen, und seit einigen Jahrzehnten rapide zunehmend, die Mikroelektronik und die digitale Computertechnologie.

Wie wichtig es ist, diese materialistische Wissenschaftselite und deren Netzwerke aufzudecken, zeigt sich vor allem bei den wahnsinnigen Allmachtsfantasien einiger Mitglieder der (abtretenden) Psychopathenelite, die sie unter dem Namen „Great Reset“ zusammen fassen. Ihr Ziel ist es, den Menschen komplett überflüssig zu machen und der künstlichen Intelligenz die totale Kontrolle zu überlassen. In diesem Zusammenhang sei das folgende Gespräch mit Prof. Jochen Kirchhoff zum Thema „Great Reset“ wärmstens empfohlen:

Wenn man noch eine Schicht tiefer schaut, wird jedoch klar, dass diejenigen, die diese materialistische Sicht der Dinge propagieren, ziemlich genau wissen, dass es ganz und gar unmöglich ist, alles zu verobjektivieren und das Subjekt vollständig aus der Betrachtung auszuklammern. Diese Sichtweise ist nur das, was sie nach außen hin lehren, während sie die Erforschung der subjektiven Komponente im Geheimen vorantreiben. Noch in der frühen Aufklärung, als die moderne wissenschaftliche Methode erst aufkam, war das noch anders. Naturforscher führten halsbrecherische Versuche an sich selbst durch und beschrieben ihre subjektive Empfindung. Isaac Newton zum Beispiel steckte sich Gegenstände in sein Auge bei seiner Erforschung des Lichts und der Farbenlehre, und beschrieb die Veränderung seiner subjektiven Farbwahrnehmung, die dadurch hervor gerufen wurde. Und selbst ein Jahrhundert später noch zog sich Alexander von Humboldt absichtlich schwere Verletzungen zu, als er die Elektrizität erforschte.

Die findigen Naturforscher lernten jedoch schnell, dass es weitaus praktischer und komfortabler ist, diese Experimente an anderen fühlenden Wesen durchzuführen, sprich, an Tieren, oder eben an anderen Menschen. Nun, dass es Tierversuche gibt, ist jetzt nicht soooo geheim, und es wird alles dafür getan, um den Anschein bewahren, dass dabei auf strengste ethische Grundsätze geachtet werde (und das schreibe ich, obwohl ich manchmal Fleisch esse 🤔). Anders ist es bei Menschenexperimenten , da wird’s nicht so gern zugegeben — na gut, die Nazis haben das gemacht, aber die waren ja auch so furchtbar böse — aber wir machen das doch nicht mehr… Dabei ist doch jeder einzelne der unzähligen Kriege für gewisse Leute nichts weiter als ein einziges Menschenexperimet. Und noch geheimeren „Forschungsprojekten“, die — erfreulicherweise — allmählich unter Namen wie MK-Ultra, Monarch, usw. immer bekannter werden, „verdanken“ wir das Wissen, dass man durch Traumatisierung in früher Kindheit in einem einzigen Menschen mehrere steuerbare Sklavenpersönlichkeiten anlegen kann, die unterschiedliche Funktionen übernehmen können. Wie praktisch! Aber wie schon erwähnt eben nicht für jeden — der durch die materialistische Wissenschaft verdummte Untertan soll davon natürlich nicht wissen. Das größte Menschenexperiment aller Zeiten, nämlich die Impfung von 7 Mrd Erdenmenschen mit einem genverändernden Impfstoff, ist übrigens gerade derzeit am Laufen. Zumindest glauben ein paar sich selbst der Elite zurechnende Psychopathen jedenfalls, dass sie das zeitnah durchziehen können — sie werden grandios scheitern. Das schreibe ich jetzt einfach mal so, ich alter Optimist…

Die vorgenannten Experimente am „Subjekt“ sollen dem Fußvolk also vorenthalten werden. Nun kann man sich natürlich die Frage stellen, welche Institutionen wohl damit beauftragt worden sind, diese Vertuschung umzusetzen. Und hier ist es meines Erachtens nahe liegend, dahinter genau diejenigen Organisationen zu vermuten, die für die Propagierung des verobjektivierenden materialistischen Weltbildes zuständig sind. Hier fallen vor allem die sogenannten „Skeptikerorganisationen“ ins Auge. Genauer sollte man wohl sagen „Pseudoskeptiker“. Denn im Grunde handelt es sich bei der Skeptikerbewegung nicht um kritisch denkende Menschen, die wissenschaftlich an ungewöhnliche Fragestellungen heran gehen und nichts ungeprüft für bahre Münze nehmen, wie man es von einem Skeptiker eigentlich erwarten sollte; sondern es handelt sich um materialistische Ideologen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diese vorherrschende Ideologie als die einzig wahre und mögliche anzupreisen. Und — selbstverständlich — alles andere als Pseudowissenschaft bzw. Verschwörungstheorie (was in deren Augen dasselbe ist) zu verunglimpfen. Darüber ist bereits von unzähligen anderen genug gesagt und geschrieben worden, deshalb möchte ich das hier nicht noch einmal breit treten. Die in Deutschland einflussreichste Skeptikerorganisation, die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), verfügt über ein beeindruckendes Netzwerk und massiven Einfluss auf die Medien — mit dem Auftrag, dafür Sorge zu tragen, dass diese stramm dem materialistischen Dogma treu bleiben. Lieblingsthemen der GWUP sind unter anderem Alternativmedizin und Impfgegener, die als Quacksalber und Scharlatane abgetan werden. Dass es sich dabei um Auftragsarbeiten für die Pharmaindustrie handelt, wurde natürlich als abstruse Verschwörungstheorie entlarvt — und zwar von der GWUP selber, die sich nämlich auch als Experten im „Debunking“ von Verschwörungstheorien verstehen…

Nicht vergessen werden darf hier auch der Einfluss der GWUP auf das Internet — das wichtigste Medium heutzutage. Wie sich nämlich heraus stellte, stecken GWUP-Leute hinter den einflussreichsten anonymen Autoren auf Wikipedia, sowie dem Internet-Pranger Psiram. Sehr gut recherchierte Beiträge zu diesem Mega-Netzwerk findet der Leser unter anderem auf dem Youtube-Kanal „wikihausen“.

Auffällig sind auch die engen Verbindungen der GWUP zu einem gewissen kleinen östlichen Mittelmeer-Anrainerstaat (ja genau — der mit dem hellblauen sechszackigen Stern auf der Staatsflagge), von dem sie wahrscheinlich ihre direkten Anweisungen erhält. Bemerkenswert ist weiterhin, dass es etwas Vergleichbares wie den („halboffiziellen“, obwohl nach deutschem Recht illegalen) Internetpranger „Psiram“ meines Wissens nach im englisch-sprachigen Raum gar nicht gibt. Warum gibt es so etwas nur auf deutsch? Warum haben die ausgerechent vor uns so große Angst, dass sie so etwas mit so viel Aufwand einrichten müssen? Tatsächlich gibt es im Psiram-Wiki inzwischen auch Artikel auf anderen Sprachen, aber die weit überwiegende Anzahl ist auf deutsch. Das ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es auf der Wikipedia fast dreimal so viele Artikel auf englisch gibt, wie auf deutsch. Die Wissenschaftspropagandadosis ist also in deutscher Sprache im Vergleich zu anderen Sprachen überdurchschnittlich hoch. Könnte man sich ja mal Gedanken darüber machen, warum das so ist…

Das GWUP-Netzwerk scheint also einen enormen Einflus auf die Medien zu haben, und, da diese ja bekanntlich die Politik am Gängelband führen, dadurch indirekt auch auf die Poltitk. Direkte Anweisungen an die Politik können sie wahrscheinlich nicht geben. Es stellt sich jetzt aber die Frage, ob es auch Organisationen derselben ideologischen Richtung gibt, die das können. Erst letztens bin ich auf die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit Sitz in Halle aufmerksam geworden, und ihre Rolle, die sie als „Politikberater“ bei der Ausarbeitung der im Volksmund so genannten „Coronamaßnahmen“ spielen. So schickten sie erst kürzlich ein auf den 8.12.2020 datiertes, 7-seitiges Schreiben an das Bundeskanzleramt, in der sie einen „harten Lockdown“ forderten, der ja inzwischen harte Realität ist. Die letzten beiden Seiten des Schreibens enthalten allein die Liste der Unterzeichner, die man sich ruhig auch einmal zu Gemüte führen kann! Dieses Schreiben missachtet jedoch so viele wissenschaftliche Standards, dass sogar das Leopoldina-Mitglied Prof. Michael Esfeld den Präsidenten aufforderte, das Schreiben zurück zu ziehen. Erfolglos. versteht sich. Prof. Esfeld schriebt u.a.:

Diese Stellungnahme verletzt die Prinzipien wissenschaftlicher und ethischer Redlichkeit, auf denen eine Akademie wie die Leopoldina basiert.  Es gibt in Bezug auf den Umgang mit der Ausbreitung des Coronavirus keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die bestimmte politische Handlungsempfehlungen wie die eines Lockdowns rechtfertigen.

Und ein weiterer hochrangiger Wissenschaftler, der Geologieprofessor Thomas Aigner, verließ aus Protest die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, einer Schwesterorganisation der Leopoldina.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine Wissenschaftsakademie irgendwo in Dunkeldeutschland, von der viele noch nie etwas gehört haben, schickt eine knappe „Stellungnahme“ mit Anordnungen ans Bundeskanzleramt, das alle wissenschaftlichen Qualitätsstandards missachtet, und die setzen das dann sofort um! Sogar die Mainstream-Zeitung die Welt brachte einen sehr kritischen Artikel über das Schreiben der Leopoldina — der lustigerweise inzwischen hinter einer Bezahlschranke verschwunden ist. Na sowas! Es wurde vermutet, dass es sich bei diesen „Stellungnahmen“ um Auftragsarbeiten von Seiten der Bundesregierung handelt. Böse Zungen behaupten nun, dass es in Wirklichkeit genau umgekehrt ist: Nämlich, dass die Leopoldina der Puppenspieler sei, und die Bundesregierung nur nach deren Pfeife tanzt. Naja, das ist jetzt natürlich eine Verschwörungstheorie, und deshalb schon mal von vorne herein nicht jedermanns Sache. Aber vielleicht eine, die durchaus überdenkenswert ist. Ja mehr noch, diese Zungen behaupten sogar, dass die Leopoldina der weltweit größte Marionettenspieler sei, an dem die Fäden der globalen Macht zusammen laufen. Ganz schön starker Tobak, könnte man zu Recht meinen. Gibt es da doch noch weitere sehr einflussreiche Wissenschaftsakademien wie die britische Royal Society! Sollte da aber tatsächlich etwas dran sein, würde das bedeuten, dass andere Wissenschaftsakademien (zumindest in Deutschland) wie das Potsdam Institut für Klimaforschung (PIK) (mit seinem „Superhelden“ Hans Joachim Schellnhuber, der auch bei der Leopoldina ist), sowie das sich derzeit in aller Munde befindliche Robert Koch Institut, letztlich nur der Rattenschwanz der Leopoldina sind. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch ein Artikel von Alfred Walter von Staufen über die Leopoldina, ihre Verstrickung mit der Freimaurerei, und ihre Rolle bei der 1989er Wende:

https://www.freunde-der-erkenntnis.net/leopoldina-ritterschlag-oder-pakt-mit-dem-teufel/

Ich möchte jetzt hier aber auch nicht pauschalisieren. So ist z.B. auch Prof. Rainer Mausfeld (geduldetes?) Mitglied der Leopoldina, der auch sehr wichtige Beiträge zur Aufkläung geleiset hat. Andererseits gibt es auch Leopoldina-Mitglieder, die gleichzeitig auch in der oben erwähnten GWUP aktiv sind.

Fassen wir noch einmal kurz zusammen: Es gibt Anzeichen dafür, dass es einflussreiche Organisationen gibt, die einen dogmatischen, wissenschaftlichen Materialismus vertreten, die kaum jemand kennt, die von niemandem gewählt wurden, die aber einen so starken Einfluss auf unsere Zivilisation ausüben, dass die meisten sich das wahrscheinlich gar nicht vorstellen können. Deren Hauptinteresse scheint die Verhinderung alternativer Heilmethoden zu sein. Ich erwähnte das GWUP-Netzwerk mit seiner Medienmacht, und das Leopoldina-Netzwerk mit seinem Einfluss auf die deutsche (und internationale?) Politik. Das ist aber wahrscheinlich alles nur die Spitze des Eisbergs.

Luzifer

Unsere Kultur und Moralvorstellungen sind bekanntlich auf der Bibel begründet. So wird es uns zumindest von gewissen Leuten gesagt. Die heilige Schrift des Christentums beginnt mit der Erschaffung der Welt, einschließlich des Menschen, und schlägt ein Erklärungsmodell vor für die Frage, warum wir uns als Individuen und als Menschheit als Ganzes in dem Schlamassel befinden, in dem wir uns nun mal befinden. Gemeint ist die Geschichte vom Sündenfall und von Adam und Eva im Paradies.

Was diese Geschichte betrifft, muss man jedoch deutlich unterscheiden zwischen den reinen Tatsachenberichten der Ereignisse, die damals angeblich stattgefunden haben sollen, und der Interpretation, die uns von Pfaffen, Priestern, Bibellehrern, und Scharlatanen aller Art mitgeliefert wird. Fassen wir also zunächst einmal also ganz nüchtern die bloßen Tatsachen knapp zusammen, von denen am Anfang des Buches „Genesis“ berichtet wird: Nachdem Gott der HERR die Eva aus einer Rippe des Adam geschaffen hatte, und sie gemeinsam eine nette Zeit im Garten Eden verbracht hatten, kam eine sprechende Schlange und ermutigte die Eva, einen Apfel vom Baum der Erkenntnis zu essen. Auf Evas Einwand, dass der CHEF genau dies zuvor verboten habe, unter Androhung der Todesstrafe, antwortete die Schlange mit den berühmt-berüchtigten Worten (Gen. 3,1): „Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten?“ Und das mit der Todesdrohung sei auch nicht so ernst gemeint vom CHEF. Nach ein bisschen weiterer Überredungsarbeit schaffte es die Schlange, Eva dazu zu bewegen, den Apfel zu essen. Und wie Frauen nun mal so sind (Entschuldigung, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen…), überredete diese dann auch gleich noch ihren Mann, ebenfalls ein Stück zu davon essen.

Und tatsächlich — so wie die Schlange zuvor versprochen hatte, gingen den beiden die Augen auf, und sie erkannten was gut und böse ist. Der CHEF schöpfte jedoch recht bald Verdacht und fragte die Eva (Gen. 3,13): „Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, daß ich aß.“ An dieser Stelle möchte ich auf ein kleines, aber möglicherweise nicht unbedeutendes Detail aufmerksam machen: Wie man z.B. auf der Webseite bibeltext.com nachprüfen kann, leitet sich das hebräische Wort, das Luther mit „betrog“ übersetzte, aus dem Wortstamm „nasha“ (נָשָׁא) ab, und bedeutet ursprünglich auf englisch „to lend on interest, be a creditor“, oder auf deutsch: „ein Kreditgeber sein, bzw. etwas für Zins verleihen“.

Quelle: https://bibeltext.com/interlinear/genesis/3-13.htm

Die richtige Übersetzung von Evas Antwort sollte also anstatt „Die Schlange betrog mich“ vielmehr heißen: „Ich habe mich bei der Schlange verschludet„. Schon gewusst? Dabei ist es ja wohl gar nicht mal so uninteressant zu wissen, dass sich Adam und Eva bei ihrem vielzitierten „Sündenfall“ eigentlich bei der Schlange verschuldet hatten, und nicht, wie gemeinhin angenommen, bei Gott JHWH!

Kommen wir nun also zur Interpretation dieses uralten Kalauers. Der Kanckpunkt dabei ist vor allem der oben Satz, der der Schlange in den Mund gelegt wird, hier noch einmal zur Wiederholung:

Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten?

(Schlange in Gen. 3.1)

Die gemeinhin bekannteste ist die monotheistische Interpretation im Judentum und Christentum, wahrscheinlich auch im Islam (wo ich mich allerdings weniger gut auskenne): Hier ist die Schlange böse, und wird oft mit dem Satan, dem Widersacher Gottes, gleichgesetzt. Die Schlange möchte die Menschen vom Gehorsam gegenüber Gott JHWH abbringen, mit verführerischen New Age Lehren, die durch einen Apfel symbolisiert werden. Der schwache Mensch ließ sich verführen, rebellierte gegen Gott, und fiel in Sünde.

Manche Christen setzen die Schlange auch mit Luzifer, dem „Lichtbringer“, gleich, jenem gefallenen Engel, der eigentlich nur an einer einzigen Stelle in der Bibel erwähnt wird, nämlich in Jesaja 14,12. Nur in englischen Bibelübersetzungen heißt er dort „Lucifer“, in der deutschen Lutherübersetzung heißt er der „schöne Morgenstern“ — nebenbei bemerkt ist es angesichts der Tatsache, dass Luzifer im Christentum als böse gilt, allerdings auch interessant, dass auch Jesus sich selbst laut Offb 22,16 als den „leuchtenden Morgenstern“ bezeichnet. Auch mit dem Satan, dem Widersacher, wird Luzifer oft gleichgesetzt — auf welcher Grundlage auch immer.

Luzifer bringt uns wieder zurück zum Thema. Es gibt nämlich neben der erwähnten christlich-jüdisch-monothesitischen Deutung der Adam-und-Eva-Story noch eine weitere Deutung, die das genaues Gegenstück darstellt, und die üblicherweise als Luziferianismus bezeichnet wird.

Die Luziferianer haben die monotheistische Interpretation einfach umgedreht: Hier ist die Schlange die Gute, weil sie den Menschen Weisheit bringen will, und Gott JHWH ist der Böse, weil er genau das verhindern will: Er will nur dumme Schafe, die ihm blind gehorchen. Was die Schlange dieser Auffassung nach mit dem zitierten Satz „sollte Gott gesagt haben…“ zu Adam und Eva sagen will, ist so etwas wie: „Jetzt seid doch mal nicht so dogmatisch! Ihr müsst nicht immer alles gleich wortwörtlich zu nehmen, was der große PAPA euch sagt. Das kann man doch auch anders sehen! Seid doch mal ein bisschen kreativ, und werdet langsam mal erwachsen!“ So oder ähnlich. In einer luziferischen Spiritualität gibt es demnach auch keine absolute Wahrheit: Wahrheit ist dieser Vorstellung nach subjektiv und individuell, genauso wie gut und böse. Kein Wunder, dass der Luziferianismus deshalb von religiösen Fundies als böse und satanisch angesehen wird, und ja, teilweise auch zu Recht! Auch Palpatine (der spätere Imperator) lehrte in Star Wars Episode 3 seinen Schüler Anakin Skywalker (den späteren Darth Vador): „Das Gute hängt vom Blickwinkel des Betrachters ab“, um ihn auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen. Und ja, Palpatine war böse!

An dieser Stelle erlaube ich mir einmal, den Blogger Steven Black als Beispiel für einen bekennenden Vertreter luziferischer Spiritualität zu nennen. Lesenswert und sehr amüsant geschrieben ist, neben anderen Beiträgen, seine Kurzgeschichte „Luzifer bei der Inkarnationsberatung“. Unter vielen von Stevens Blogartikeln steht ein

Disclaimer: Nichts was du hier liest, ist DIE Wahrheit. Es ist meine Wahrheit, meine Wahrnehmung und wie ich die Dinge sehe – jetzt, in diesem Moment.

Da haben wir’s wieder: Jeder hat seine eigene Wahrheit! In dieser Art von Spiritualität ist alles möglich: Ein bisschen Psychotherapie, ein bisschen Traumaaufarbeitung, ein bisschen Reinkarnationsglaube: Ich will das jetzt auch nicht alles schlecht machen, und ich gehöre bestimmt nicht zu denen, die immer gleich „Satanismus“ schreien und überall Dämonen am Werk sehen. Klar ist aber trotzdem , dass eine rein luziferische Spiritualität auch einen Extremweg darstellt, und zwar das polare Extrem zu einem dogmatischen, religiösen Fundamentalismus, mit einer absoluten und unverrückbaren Wahrheit, die in einem alten Buch geschrieben steht. Irgendwo hat Steven mal geschrieben, dass Spiritualität für ihn in erster Linie Erwachsenwerden bedeutet — also ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, und Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Ja, das ist sicherlich ein wichtiger Aspekt. Es gibt aber auch noch einen anderen Aspekt, der meiner Überzeugung nach mindestens genauso wichtig ist: Die Wahrheitssuche! Aber für die luziferianischen Systemlinge ist Wahrheitssuche nur Verschwörungstheorie, und sie haben dafür nur Hohn und Spott übrig.

Um kurz zusammen zu fassen: In diesem Beitrag ging es um zwei gegensätzliche Interpretationen der biblischen Sündenfallgeschichte, zum einen die monotheistische, und zum anderen die luziferianische. Dazu lässt sich feststellen, dass der Luziferianismus, im Vergleich zum Bibelfundamentalismus, nur die andere Seite der Medaille ein- und derselben Bibelmatrix darstellt. Es ist der gleiche Mist in grün, könnte man sagen. Als Buddhist glaube ich, dass es letztendlich nur eine einzige, zeitlose Wahrheit gibt, und dass es diejenige ist, die die Buddhas gelehrt haben. Sie lehrten den WEG DER MITTE, jenseits von einem dogmatischen Fundamentalismus, aber auch einer alles-ist-möglich-Ideologie. Sie lehrten Überwindung allen Leidens durch moralisches Handlen (sila), Meditation und Introspektion (samadhi), und Weisheit (panna), mit dem Ziel Nibbana 🙏

Dollarpyramide

Wir alle, ob Aluhutträger, Schlafschaf, oder Systemling, kennen die Pyramide auf der Ein-Dollar-Note, und wissen, dass sie etwas mit Verschwörungen, Illuminaten, Freimaurern, und dunklen Mächten zu tun hat: Eine dreidimensionale Pyramide, deren Spitze abgeschnitten ist, und darüber thront ein zweidimensiones Dreieck mit einem allsehenden Auge. Darunter befindet sich der berühmt-berüchtigte lateinische Schriftzug NOVUS ORDO SECLORUM, also „Neue Weltordnung“, und über der Spitze steht ANNUIT COEPTIS, was soviel bedeutet wie „Er/Es war unserem Vorhaben gewogen“. Wobei mit „Er/Es“ wohl diese ominöse Spitze gemeint ist, und mit dem „Vorhaben“ die Errichtung der NWO.

Eine mögliche Erklärung, warum die Spitze zweidimensional ist, also eine Dimension weniger hat als das, was darunter liegt, werden wir uns noch ansehen. Überhaupt bitte ich den Leser, diesen Aufsatz eher als Gedankenanstoß zu verstehen, da ich für alles, was ich im Folgenden schreibe, keine stichhaltigen Beweise vorlegen kann. Deshalb bitte ich um Verständnis, falls alles noch etwas unausgegoren wirkt.

Alle menschlichen Zivilisationen der Vergangenheit, Gegenwart, und Zukunft, sind in Form einer Machtpyramide aufgebaut, die so etwas wie das spirituelle Rückgrat einer Zivilisation bildet. Vergangene Zivilisationen wie die Ägypter und die Maya haben beeindruckende Bauwerke in Pyramidenform gebaut, die aber letztlich nur Symbole für die spirituellen Machtpyramiden waren, auf denen diese Zivilisationen errichtet waren.

Die Machtpyramide selbst besteht aus Menschen. Zumindest der sichtbare Teil. Die Spitze selbst ist unsichtbar (so hat’s der Alexander Wagandt jedenfalls mal erklärt) und deshalb können wir nicht wissen, wer oder was dort letztendlich ist. Aber alles darunter sind Menschen, die sich auf unterschiedlichen Einweihungsstufen befinden. Je höher man steht, desto höher der Bewusstseinsgrad und das Wissen um die wahren Ziele des Vorhabens, auf dem die jeweilige Zivilisation begründet ist. Die höchste Stufe, direkt unter der Spitze, bildet die okkulte Elite. Das ist eine im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sehr kleine Gruppe von Menschen, die sich Dinge herausnehmen dürfen, was Ottonormalverbraucher sich nicht erlauben darf. Sie müssen das sogar tun, um das Gesamtsystem stabil zu halten.

Die Besetzung der Pyramidenstufen erfolgt durch Einweihung. Die Eingeweihten auf den höheren Stufen beobachten die Menschen auf den Stufen darunter, und sind auf der Suche nach Kandidaten, die für einen Aufstieg in eine höhere Stufe geeignet sind. Um aufzusteigen, muss der Kandidat jedoch erst einmal eine Prüfung durchlaufen, die in der Regel mit einer Kränkung fürs Ego verbunden ist. Meistens funktioniert das so, dass der Prüfling selbst gar nicht weiß, dass er geprüft wird. Aus seiner Sicht scheint es ihm so, als ob er durch „Zufall“ in eine schwierige Entscheidungssituation hinein gerät, durch die er aus eigener Kraft hindurch muss. Kann er die Situation nicht selbst meistern, darf er nicht aufsteigen und bleibt auf seiner Stufe stehen. Findet er jedoch erfolgreich eine Lösung, wird er in eine höhere Stufe eingeweiht. Das ist für den Betreffenden mit einem spirituellen Einweihungserlebnis verbunden, in dem er bzw. sie automatisch mit dem Wissen versorgt wird, das er/sie für die jeweilige Stufe benötigt. Einen Teil des so erworbenen Wissens darf der neu Eingeweihte weitergeben, den anderen Teil muss er geheim halten. Das nennt man Hermetik.

In einer Machtpyramide, deren Spitze an die göttliche Quelle angebunden ist, fließt die Lebensenergie von oben nach unten. Die Spitze hat Zugang zu einem unendlichen Reservoir an Lebensenergie, mit dem sie die gesamte Pyramide versorgen kann. Jede Stufe der Pyramide wird von der darüber liegenden mit Energie versorgt, und gibt die Energie ihrerseits nach unten weiter. Die Satanisten haben den Energiefluss von unten nach oben umgedreht: Hier wird jede Stufe von der darüber liegenden ausgesaugt, und um den Energienachschub zu gewährleisten, muss sie selbst die darunter liegende aussaugen. Wer ganz unten steht, muss dran glauben. Die Machtpyramide unseres gegenwärtigen Zeitalters ist die oben erwähnte auf der Eindollarnote. Sie ist satanisch organisiert. Das sieht man am besten am Schuldgeldsystem: Die Hochfinanz saugt das Finanzsystem aus, das Finanzsystem die Banken, die Banken die Regierungen, und die Regierungen die Völker; und die Völker verelenden, weil sie ganz unten stehen.

Aber die Satanisten haben nicht nur den Energiefluss umgedreht, sie haben auch das hermetische Prinizip, nach dem die Pyamide besetzt wird, pervertiert. Wenn man in deren System aufsteigen will, muss man einer Freimaurer- oder sonstigen Okkultloge beitreten, und irgendwelche perversen, verbrecherischen Einweihungsrituale durchlaufen. Diese Rituale werden mitgefilmt, um durch Erpressung die Geheimhaltung gewährleisten zu können. Je skrupelloser, verbrecherischer, und psychopathischer jemand ist, desto höher kann er aufsteigen. So schafft es der unterste noch ganz oben, während diejenigen, die in einer geistig ausgerichteten Zivilisation eigentlich ganz oben stehen sollten, nämlich die Moralischen, Kreativen, Begabten, Fleißigen, und Hilfsbereiten, nach ganz unten gedrängt werden: Sie sind dann die Spinner, Verschwörungstheoretiker, und Extremisten.

Hier noch ein paar Worte zu der Frage, wie es eigentlich dazu kommen konnte, dass eine funktionierende, an die göttliche Quelle angebundene Pyramide, zu einer satanischen werden konnte, in der alles auf dem Kopf steht und auf Krieg, Gewalt, und Unterdrückung beruht: Irgendwann, vor Jahrtausenden, muss eine einstmals funktionierende Zivilisation soweit geschwächt worden sein, dass sie den Dunkelmächten, also den Verbrechern, die ganz unten standen, nicht mehr genug Widerstandskraft entgegen setzen konnte. So müssen es die Verbrecher und Psychopathen letztendlich geschafft haben, von unten her Stufe um Stufe zu unterwandern, bis irgendwann die gesamte Pyramide bis zu Spitze hin korrumpiert war. Und da die Spitze damit ihre Anbindung an die göttliche Quelle verloren hatte, war sie gezwunden, ihre Lebensenergie dadurch zu bekommen, dass sie die gesamte Pyramide aussaugt. Hier ist wohl auch die Erklärung für die eingangs erwähnte Beobachtung zu finden, dass der 2D-Spitze eine Dimension fehlt. Einer Spitze, die an die Quelle angebunden ist, fehlt nichts, und sie hat sicherlich mehr als 3 Dimensionen, wahrscheinlich ist sie sogar unendlichdimensional.

Daher kommt übrigens wohl auch das Wort „unter-wandern“: Also von unten her, sprich von einer niedrigen Stufe aus, hineinwandern. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum in einem auf den Kopf gestellten System früher oder später jeder gut gemeinte Versuch, die Gesellschaft zum Besseren zu verändern, von der dunklen Seite unterwandert wird: Sei es eine politische Partei, ein Wirtschaftsunternehmen, eine religiöse Organisation, eine NGO, alles wird früher oder später von den falschen gekapert und kaputt gemacht. Das ist systeminhärent.

Aktuell haben wir nun aber die interessante, neue Situation, dass die alte, satanische Dollarpyramide mehr und mehr zu bröckeln beginnt. Wenn das geschieht, besteht jedoch die Gefahr, dass ein spirituelles Machtvakuum entsteht, und das muss auf jeden Fall verhindert werden. Man darf nicht vergessen, dass die satanisch organisierte Machtpyramide seit was-weiß-ich wievielen Jahrtausenden das spirituelle Rückgrat unserer Zivilisation bildete. Deshalb muss eine neue Pyramide gebaut werden, die wieder an die göttliche Quelle angebunden ist, und es ist möglich, dass dieser Prozess bereits begonnen hat. Genauso wie der Fluss der Lebensenergie, beginnt die Errichtung der neuen Pyramide von oben nach unten. Zuerst wird eine neue Spitze verankert; die neue Spitze ist wahrscheinlich schon da. Hier kann man nur spekulieren, da — wie bereits erwähnt — die Spitze selbst unsichtbar ist. Direkt darunter formiert sich eine neue okkulte Elite. Wie oben erwähnt gelten für die Elite zwar andere Regeln als für alle anderen Menschen, aber selbstverständlich muss auch die Elite sich an gewisse Regeln halten. Die alte Pädo- und Kriegstreiberelite hält sich an gar keine Regeln mehr und hat jede Legitimation verloren. Deshalb muss sie abtreten, und einer neuen Platz machen.

Von der neuen okkulten Elite aus werden dann alle weiteren Stufen besetzt, nach dem oben genannten hermetischen Prinzip. Es muss klar festgelegt werden, wer auf welcher Stufe steht, und wer sich wem unterzuordnen hat. Die alte Pädosatanisten-Pyramide können wir getrost vergessen. Die entsorgt sich gerade selbst. Statt dessen sollte sich jeder vielmehr darum kümmern, welchen Platz er oder sie in der neuen einnehmen kann. Hoffentlich wird es eine bessere Pyramide sein. Diejenigen, die auf den unteren Stufen stehen, sollten dann nicht mehr ausgebeutet, missbraucht, verdummt, und in Kriegen verheizt werden, sondern sie sollten einer sinnvollen Arbeit nachgehen dürfen, Familien gründen und Kinder großziehen, und sie sollten von jenen lernen dürfen, die auf den höheren Stufen der Pyramide stehen. Dann wäre es eine gute Pyramide.

Passend zum Thema: Die Ouvertüre zur „Zauberflöte“ von W. A. Mozart, dirigiert von James Levine

+++ Weiterführende Diskussion zum Thema +++

Esausegen und Pyramiden

Hier noch eine weitere kurze Diskussion unter einem Video zum Thema Esausegen:

Killerbabe schrieb:

Das „Esausegenkonzept” ist völlig anders.

Personen und Gruppen, die zur „Jakobfraktion” gehören, können sich nicht auf den Esausegen berufen oder ihn „mobilisieren”, es sei denn, sie verlassen die Fraktion und gesellen sich zur anderen Fraktion. Die Hinwendung zur „Esaufraktion” erfolgt aber nicht nur durch Aufgabe jeglicher Mitgliedschaft in Vereinigungen der „Jakobfraktion”, sondern vor allem durch völlige Absage an jede Art von imperialistischem, autoritär‐hierarchischem, Willkür und Gewalt anwendendem Verhalten.

Auch jeder, der von vornherein, durch Abstammung und Erziehung, nicht zum Anhänger irgendeiner Strömung oder Gruppe innerhalb der „Jakobfraktion” wurde, kann nur Mitglied der „Esaufraktion” sein, wenn er die gleiche Absage vollzogen hat, d. h., wenn er anderen Menschen nicht mit Unterdrückung, Willkür, Hetze und Gewalt entgegentritt.

Natürlich gibt es Anhänger und Gegner imperialistischen Verhaltens, seitdem es in Gesellschaft lebende Menschen gibt.

Aber erst mit der Entstehung und Ausbreitung der im Vorderen Orient entstandenen drei abrahamitischen Religionen kam es im Verlauf von mehr als zwei Jahrtausenden zu einer weltweiten Ausbreitung imperialistischen Verhaltens und zu einer damit verbundenen Bedrohung der gesamten Menschheit auf allen Lebensgebieten. Gegner dieser Entwicklung bedurften natürlich niemals irgendeines Segens oder Rechtstitels, um zur Abwehr legitimiert zu sein. Da seit 1945 imperialistische Herrschaftsformen weltweit vorherrschen und die „Jakobfraktion” innerhalb der imperialistischen Gesamtströmung dominiert und über Waffen verfügt, mit denen die ganze Erde verwüstet werden kann, gilt nunmehr für die „Jakobfraktion” die Legitimierung der antiimperialistischen Abwehr durch den Esausegen als vollzogen, d.h.:

spätestens jetzt darf auch nach dem Willen Jahwehs das Joch Jakobs abgerissen werden. Das aber bedeutet, daß Jakob den Esau ‐ solange Esau sich an die Regeln hält, d.h. nicht Unterdrückung, Hetze und Gewalt anwendet ‐ nicht mehr mit Gewalt daran hindern darf, das Joch abzureißen.

Das bedeutet außerdem, daß nicht nur die Mitglieder der „Esaufraktion”, sondern auch alle minderjährigen Kinder von Anhängern der „Jakobfraktion” und sämtliche Angehörige noch nicht geborener Generationen, da sie sich alle noch nicht frei entscheiden konnten, zu welcher Fraktion sie gehören, unter dem Schutz des Esausegens stehen, also nicht mehr Opfer imperialistischer Gewalt werden dürfen. Der Einzelne verliert diesen Schutz nur dann, wenn er in mündigem Zustand durch Anwendung von Unterdrückung, Hetze und Gewalt den Schutzbezirk verläßt.

Diese grundlegende Änderung der Lage aus der Sicht der „Jakobfraktion” gilt es den Mitgliedern dieser Fraktion vor Augen zu führen. Nicht, um sie zu manipulieren oder gar zu zerstören, sondern, um sie zu öffnen für die Befreiung, die auch ihnen gilt.

das ist der rechtsbankrott erklärt in einem anderen jahrtausend.

Chris Chang antwortete:

Das ist schon alles richtig, aber noch ziemlich kopflastig. Im Grunde ist es noch viel einfacher. Das „Joch“ ist nichts anderes als die abrahamitische Glaubensmatrix. Wenn du glaubst, dass dein Heil von einem rachsüchtigen, eifersüchtigen Schöpfergott JHWH abhängig ist, und dass er seinen Willen buchstabengetreu in der Bibel offenbart hat, bist du Jacob und stehst unter dem Jacobssegen. Dann gilt allerdings auch alles, was in der Bibel steht, für dich als Gesetz, und wenn du dich nicht daran hälst, ziehst du den Zorn deines Gottes auf dich. Wenn du andererseits diesen Glauben als Joch empfindest und den Wunsch hast, dich davon zu befreien, bist du Esau. Wenn nun Jacob kommt und versucht, dich daran zu hindern, kannst du ihm seine eigene Bibel unter die Nase halten und auf die Stelle mit dem Esausegen verweisen: „Schau, Jacob, hier in deiner eigenen Bibel, die du als das verbindliche Gesetz deines Gottes ansiehst, steht drin, dass ich mich von deinem Joch befreien werde. Wenn du dich nicht gegen das Gesetz deines Gottes wenden und seinen Zorn auf dich ziehen willst, darfst du mich nicht daran hindern.“ Der größte autoritäre Imperialist, der Willkür und Gewalt anwendet, ist ja genau dieser Bibelgott. Hält Jacob sich daran ist es eine win-win Situation und ihr seid beide frei.

Killerbabe antwortete:

Chris Chang danke für deine worte, sehr guter input ☀️

Hinterfrager hinterfragen

Aus einer Diskussion zum Thema:
„Alternative Medien und YT-Informanten hinterfragt“

Maggie: 24.10.2020 um 14:54 Uhr

Ich tu es ungern, aber ich bin sooowas von geflashed! Das kann doch wohl nicht wahr sein!? Nicht nur, dass Samuel Eckert 7-Tags-Adventist ist, der an die die Prophetin White glaubt und den zensierten “Großen Kampf” großzügig verschenkt, nein – er ist auch ein betörender Geschäftsmann! Alle Achtung!

Diese Aufklärungsseite ist natürlich auch keine, welche in unsere Richtung ginge, aber sie haben zum Geschäftsmodell Eckert totale Arbeit geleistet und die Fakten liegen hier vor:

Nein, das kann ja nicht sein, denn das wäre ja so, als würde Eckert dort in der Schweiz ein Steuersparbordell betreiben.

Er, der moralisch ach so integere Axxxxxx-Adventist, am Ende nur ein Kapitalist, dem es nur um Knitten geht?

Deshalb die Schweiz?

Nur wegen des Geldes?

Der frömmelnde Samuel, einer der Geldwechsler, die Jesus aus dem Tempel geworfen hätte?

Kann ja nicht … oder doch?

Lavendel: 24.10.2020 um 20:14 Uhr

@ Maggie zu Samuel Eckert:
https://bewusstseinsreise.net/journalisten-und-yt-informanten-hinterfragt/#comment-49145

Alles schön und gut, aber wenn die Antisemitismus-Keule rausgeholt wird, spricht das eher für Eckert, zumal er auf eine Stufe mit dem Volkslehrer gestellt wird. Also ich habe jetzt nichts getestet, wäre aber sehr vorsichtig, das riecht für mich stark nach Verleumdung.

Maggie: 24.10.2020 um 20:29 Uhr

Liebe Lavendel, ich dachte es mir schon, dass dies kommen würde und zwar obwohl ich den Beitrag gar nicht verlinkt habe. Es geht hier nicht um den Antisemitismus-Vorwurf, das interessiert doch gar nicht. Das ergibt sich aus der religiösen Anschauung und kann so oder so gedeutet werden.
Ich denke ich habe auf die dargelegten Fakten hingewiesen, das hatte mir völlig gereicht.

Lano Talos: 25.10.2020 um 01:33 Uhr

Ich kann Lavendel hier nur beipfichten, und als inzwischen mehrjähriger regelmäßiger Mitleser MUSS ich an dieser Stelle leider auch mal Kritik üben. Wenn man sich auf der Seite dieser “Anonleaks” ein bisschen umsieht, findet man eine Liste, was diese Leute so alles als “gefährlichen Verschwörungsglauben” einstufen, ich zitiere (https://anonleaks.net/operation-tinfoil/):

* 5G / Mobilfunk
* Zensur der ÖR-Medien
* Deep State
* PizzaGate
* Die BRD ist kein Staat
* Wir sind noch im Krieg
* Die Kinder und das Adrenochrome
* Echsenmenschen sind unter uns
* Impfen tötet/macht krank
* Corona-Virus/Covid-19, die Plandemie und der geheime Plan

All diese Themen sind also rechte “Verschwörungsmythen”, und — natürlich — antisemitisch. Das einzige, was auf dieser Seite nach “Widerstand” aussieht, ist die Anonymous-Maske im Logo, das war es aber auch schon. Sorry, aber das sieht mir aus wie 100% systemtreue Desinformation und Fake-Opposition. EXAKT derselbe ideologische Hintergrund wie bei Psiram, Wikipedia, und der GWUP. Da frag mich mich dann schon, was die “Fakten” auf dieser Seite eigentlich wert sind. ZUMINDEST wäre da mMn eine Bestätigung aus einer zweiten Quelle angebracht. Wenn auf einer solchen Seite über einen Samuel Eckart negativ berichtet wird, dann sicherlich nicht deshalb, weil er als problematisch für die Widerstandbewegung angesehen wird, sondern allein deshalb, weil er nicht das Mainstream-Narrativ bedient — sprich: Verleumdung, wie Lavendel geschrieben hat.

Wir hatten hier ja schon mal die Diskussion, ob man z.B. Psiram als Quelle verwenden darf. Ich will da auch nicht dogmatisch sein und denke, ja, man KANN unter Umständen, sofern man es als ERGÄNZUNG zu anderen Quelle heran zieht, sich aber gleichzeitig bewusst ist, dass Psiram ein von den Geheimdiensten eingerichtetes Instrument zur Desinformation und zum Rufmord ist. Aber eben, wie gesagt, eben nur als ERGÄNZUNG!

Ich finde es ja gut, dass die Wortführer der alternativen Medien- und Aktivistenszene kritisch hinterfragt werden. Leider beobachte ich aber in letzter Zeit von bestimmten Seiten einen zunehmend fanatischer werdenen, regelrechten “Feldzug” gegen einige dieser Wortführer. Da wird nach jedem Haar in der Suppe gesucht, Hauptsache es ist GEGEN diese Leute gerichtet. Die Prüfung der Quellen scheint da keine große Rolle mehr zu spielen, der Feind meines Feindes wird wohl schon mein Freund sein… Zu meinem Bedauern beobachte ich z.B. angesichts der Kanallöschung von Oliver Janich von einigen Seiten jede Menge Häme und Schadenfreude. Ich bin ja nun auch kein Janich-Fan, ganz bestimmt nicht. Aber wer sich über die Youtube-Zensur auch noch freut, wenn es seiner Ansicht nach die “richtigen” trifft, hat es mMn auch nicht besser verdient, wenn er selbst einen Maulkorb verpasst bekommt, sowohl im wort-wörtlichen, als auch im übertragenen Sinne.

Das ist eine Entwicklung, die ich nicht gut heißen kann, beim besten Willen nicht. Ich habe ja nach wie vor eine sehr hohe Meinung von diesem Blog, und fände es deshalb sehr bedauerlich, wenn ihr euch auch auf diese Schiene ziehen lassen würdet.

Maggie: 25.10.2020 um 11:14 Uhr

Lieber Lanos,
deine Meinung in Ehren und ich stimme dir weitestgehend zu, aber Ausnahemne soll es dennoch geben, zumal wenn die Recherche des Gegenstandes so umfangreich ist wie im Geschäftsmodel des Samuel Eckert. Und ich hatte ja auch extra geschrieben:

Diese Aufklärungsseite ist natürlich auch keine, welche in unsere Richtung ginge, aber sie haben totale Arbeit geleistet und die Fakten liegen hier vor:

Ich bezog mich damit ausschließlich auf die geschäftlichen Fakten. Und diese habe ich auf Wahrheitsgehalt getestet. Wenn dir das nicht genügt, dann tuts mir Leid. Lavendel hatte ja auch gleich aufgeschrien “obwohl noch nicht getestet”. Gar zu empfindlich sollten wir nun auch nicht sein, wenn es um einen recherchierten Nachweis geht. Was sollte ich dem noch hinzufügen müssen. Ich bin weder Journalist noch Kriminaler.

…und wir sind in einem Krieg, der an allen Fronten tobt – auch ein Infokrieg! Da sollte man nicht zimperlich sein, um Nachweise zu erbringen.

Lano Talos: 25.10.2020 um 03:56 Uhr

Liebe Maggie, ich hoffe mein Kritikkommentar von eben kam nicht zu scharf rüber. Ich weiß ja, dass du dich mit sehr vielen Themen gleichzeitig beschäftigst, und deshalb nicht alle Quellen gleich prüfen kannst. Man muss ja auch nicht mit jeder Quelle in allem einverstanden sein, das hast du ja auch selbst geschrieben. Aber wenn eine Quelle so eindeutig Desinformation des Deep State ist, möchte ich schon darauf hinweisen. Wie ich schon schrieb, ich sehe da eine Entwicklung, die ich nicht gut finde, und fürchte, dass die eigentlichen Machthaber wieder einmal zu gut wegkommen, weil sich der ganze Unmut auf ein paar Wortführern der “Wahrheitsbewegung” ablädt, die im Rampenlicht stehen. Damit meine ich selbstverständlich NICHT, dass man diese nicht auch kritisieren darf.

Liebe Grüße, Lano

Maggie: 25.10.2020 um 11:17 Uhr

OK. Für manche wird deine Kritik, deine Warnung sicher auch wichtig sein. Und was für mich selbstverständlich ist, ist es ja nicht unbedingt für andere Leser. So ist der Austausch darüber ganz sicher sinnvoll.

Lavendel: 25.10.2020 um 19:35 Uhr

Liebe Maggie, Lano Talos hat schon alles zusammengefasst, hier noch kleine Ergänzungen. Das ist wirklich eine mega-zweifelhafte Seite, die ziehen auch Kla-TV in den Dreck und haben dort gehackt. Sie sind zudem gegen Maskenverweigerer, QAnon u.ä.:
https://anonleaks.net/2020/optinfoil/optinfoil-antworten-auf-unsere-info-mail/
https://anonleaks.net/2020/optinfoil/medien-facebook-loescht-900-gruppen-und-seiten-der-qanon-bewegung/

Recherche Geschäftstätigkeiten S.Eckert testet bei mir aber immerhin auch 84% wahr.

Dennoch in meinen Augen üble Verleumder, was von Dir in Deinem Kommi über Eckert übernommen wurde: “Er, der moralisch ach so integre Antisemiten-Adventist”. Der Begriff Antisemit ist ein völlig unlogisches Totschlagargument, u.a. darauf bezog ich mich.

Über Samuel Eckert als undurchsichtigen Geschäftsmann mag man geteilter Meinung sein, bei Corona leistet er jedoch wichtige Aufklärungsarbeit. So ist meine Sicht.

Maggie: 25.10.2020 um 19:57 Uhr

Zitat:
Dennoch in meinen Augen üble Verleumder, was von Dir in Deinem Kommi über Eckert übernommen wurde: “Er, der moralisch ach so integre Antisemiten-Adventist”. Der Begriff Antisemit ist ein völlig unlogisches Totschlagargument, u.a. darauf bezog ich mich.

Liebe Lavendel! Ich habe lediglich dies in Bezug auf die Religion geschrieben:

Nicht nur, dass Samuel Eckert 7-Tags-Adventist ist, der an die die Prophetin White glaubt und den zensierten “Großen Kampf” großzügig verschenkt, nein – er ist auch ein betörender Geschäftsmann! Alle Achtung!

Aahh, jetzt sehe ich erst, dass dies in dem kopierten Fakten-Zitat stand. Sorry, das war mir nicht mal aufgefallen, hatte mich nur auch diese Firmensache konzentriert. Und ich nehme solche Totschlagargumente eh nicht für voll.

Die 84% Wahrheitsgehalt stimmen exakt und darum ging es mir! Allerdings ist mir auch klar geworden, was hinter seinen Bibelzitaten steckt.

Danke an Maggie Dörr und Lavendel für die Diskussion!

Mein abschließender Kommentar:

Auch diese „Anonleaks“ scheinen ein gutes Studienobjekt zum Thema zu sein („alternative Medien hinterfragt“)! Sie geben sich als kritische Informationsseite aus, aber was letztendlich dahintersteckt, ist zu 100% die altbekannte Mainstreamideologie — so zu sagen das „Sonnenstaatland“, getarnt als „Anonymous“-Widerstand. Die Seite scheint sich an Linke zu richten, die sich gerade im „Aufwachprozess“ befinden und ihre Fühler in Richtung alternative Medien ausstrecken, um sie behutsam wieder in den Enddarm des Mainstreams zurück zu befördern, indem die prominenten Figuren aus der Alternativmedien- und Aktivistenszene angeschwärzt werden. Die Botschaft dieses Artikels über Samuel Eckert scheint ja im Wesentlichen zu sein: „Dem geht’s nur ums Geld.“ Das kommt bei den Linken natürlich immer gut an.

Es lohnt sich übrigens, sich einmal den Artikel „Samuel Eckert – der Verschwörungsprediger“ durchzulesen, um zu erkennen, auf welche manipulative Weise Samuel Eckert — und den Sieben-Tages-Adventisten im allgemeinen — dort Antisemitismus unterstellt wird. So wird da etwa ein Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume, der als „Fachmann für Verschwörungsmythen“ ausgegeben wird, mit den Worten zitiert:

Verschwörungsgläubige landen fast immer und ausnahmslos im Antisemitismus.

Aber sicher doch!

Gerade jetzt, wo Internetseiten und Youtube-Kanäle aus dem Boden schießen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Wortführer aus den alternativen Medien zu „hinterfragen“, zu „durchleuchten“, oder gar zu „entlarven“, braucht es wohl auch Leute, die die Hinterfrager hinterfragen 😉.

Schließlich ist dies ein Infokrieg, der auf allen Seiten tobt, wie Maggie schon sagte!

Das Systemlingsphänomen

Ein bestimmter Menschentyp, dem man in Blogs, Youtubekanälen, und manchmal sogar in echt (also offline. Dass es das überhaupt noch gibt…) begegnet, ist der sogenannte Systemling. Das Gegenstück zu ihm ist das Schlafschaf, das alles unbewusst sofort schluckt, was ihm in der Glotze in den Nachrichten und den Talkshows, und der Tagespresse vorgekaut wird, weil es sich damit sicher fühlt. Der Systemling dagegen ist deutlich besser informiert, kennt die Gegenargumente gegen die alltägliche Gehirnwäsche, kennt sich oft auch in der Verschwörungsszene aus oder war sogar mal selbst in jener. Er trifft jedoch die ganz bewusste Entscheidung, zu jeder tagesaktuellen Sachfrage immer genau das systemkonforme Narrativ zu übernehmen, egal wie glaubwürdig oder unglaubwürdig dieses auch sein mag:  Sei es nun das Thema Klimawandel, Einwanderung, Afd, Merkel, Trump, Rassismus, Geschlechterfragen, Covid19, Maskenpflicht, was auch immer. Halbwegs informierte, normale Menschen (also Menschen, die weder in die Schlafschaf-, noch in die Systemlingschublade gesteckt werden können) haben vielleicht zu einigen der genannten Themen eine eher mainstream-konforme Ansicht, zu anderen eher eine abweichende. Aber wenn du, lieber Leser, einen Menschen vor sich hast, der gut informiert scheint, aber zu allen diesen Themen eine Mainstream-Ansicht vertritt, hast du wahrscheinlich einen Systemling vor dir, und kein Schlafschaf.

Und während das Schlafschaf mit Angst, Ärger, oder Abweisung reagiert, wenn es mit Gegenargumenten konfrontiert wird, bemüht sich der Systemling darum, möglichst „cool“ zu bleiben, und da er oft ziemlich genau weiß, wo die argumentativen Schwachstellen und Widersprüche des Mainstreamnarrativs liegen, reagiert er entweder mit Schweigen, Ausweichen, oder mit an den Haaren herbei gezogenen Scheinargumenten.

Und ich gehöre jetzt auch nicht zu den Leuten, die immer gleich vermuten, dass sich hinter jedem Systemling ein Geheimdienstagent verbirgt, oder jemand, der das nur fürs Geld oder für einen tollen Job macht. (Obwohl es das natürlich auch gibt. Ein sehr mächtiges Netzwerk sogar. Ich habe geplant, zeitnah auch darüber mal was zu machen). Vielmehr glaube ich, dass es solchen Leuten oft einfach nur darum geht, sich wichtig zu machen, und ein bisschen Staub aufzuwirbeln —  ein Egotrip eben. Hauptsache, man kann den Gesprächspartner mal ein bisschen ärgern. Aber die gute Nachricht ist, dass man sich da nicht weiter groß drum kümmern muss, denn je weiter dieses System auseinander fällt, desto mehr geben sich diese Leute selbst der Lächerlichkeit preis.

Ich habe nichts dagegen, wenn ausuferndes Verschwörungsdenken kritisiert wird, das es natürlich auch gibt. Aber der vorsätzliche Systemling wirft sein Leben freiwillig weg, was schade ist! Letzlich ist es ein spiritueller Krieg, der da gerade abläuft, und dieses auch so geliebte System wird verlieren. Und selbst wenn es gewinnt, werden wir alle verlieren, auch die, die derzeit noch dessen Nutznießer sind. Wie immer empfehle ich auch hier wieder, den WEG DER MITTE einzuhalten, jenseits von unkritischem Verschwörungsdenken, aber auch jenseits von Anbiederung an das herrschende System.

Entkehrung

Schon in den letzten beiden Beiträgen hatte ich angekündigt, über dieses folgende Thema zu schreiben. Zeit, es mal in die Tat umzusetzen. Es soll darum gehen, warum ich vergangenes Jahr fast zum Atheisten geworden bin. Und warum mir die Corona-Krise dazwischen kam.

Es war so etwa um die Weihnachtszeit 2018/2019, dass ich begann, einen Typ von Youtube-Videos (und Blog-Artikeln, selbstverständlich) anzusehen, den ich davor noch nie angesehen habe, weil es mich erstens nicht interessierte, und zweitens, weil ich sogar eine gewisse Aversion dagegen hatte: „Deconversion“-Videos. Der englische Begriff deshalb, weil es diesen Typ von Videos im deutschsprachigen Netz (fast) nicht gibt. Und die wenigen, die es gibt, sind keine besonders guten. Deshalb gibt es auch kein gutes deutsches Wort für „Deconversion“. Manchmal habe ich „Entkehrung“ gelesen, aber das Wort gefällt mir nicht — ist gerade mal gut genug für den Titel dieses Blogeintrags.

Aber was ist denn nun ein Deconversion-Video? Kurz gesagt, ist es das Zeugnis eines Menschen, der die Kamera anschaltet und darüber spricht, dass er/sie früher einmal ein gläubiger Christ war, dann aber den Glauben abgelegt hat und Atheist geworden ist. Ein (heute noch) gläubiger Christ würde so einen Menschen wohl als einen vom Glauben Abgefallenen bezeichnen — sie selbst bezeichnen sich dagegen lieber als „dekonvertiert“.

Was mich fasziniert, ist der unterschiedliche Charakter von Bekehrungs-Zeugnissen und Deconversion-Zeugnissen. In ersteren erzählen Menschen davon, wie sie zum christlichen Glauben kamen — und vorher Atheisten, Okkultisten, Satanisten, und Angehörige anderer Religionen gewesen seien. Die meisten dieser Zeugnisse erzählen, dass die Bekehrung sehr schnell, oft wort-wörtlich von heute auf morgen, vonstatten ging. Meistens hatten die Erzähler mit Depressionen, Anstzuständen, dämonischen Attacken, Alkohol, Drogen oder Ähnlichem zu tun, dann bekehrten sie sich zu Jesus Christus, und von einem Augenblick auf den anderen wurden ihnen die dämonischen Zustände von Gott abgenommen. Danach sei plötzlich alles anders geworden, ihr Leben veränderte sich, sie begannen in der Bibel zu lesen, und waren „gerettet“.

Deconversion-Zeugnisse sind dagegen ganz anders. Die meisten berichten von einem langwierigen und schmerzhaften Prozess, der sich bei manchen über Jahre hinzog. Viele dieser „Dekonvertiten“ waren über Jahrzehnte bibeltreue Christen, und hatten ihr ganzes Leben darauf aufgebaut: Ihre Kirchengemeinde, machmal sogar als Prediger, ihre Familie, ihre Partner, oft sogar ihre Kinder, alles war auf ihren Glauben ausgerichtet. Es war ihr Lebensinhalt. Bis die Zweifel Schritt für Schritt zunahmen bis hin zu dem Punkt, wo es ihnen nicht mehr möglich war, weiterhin ihren Freunden und Angehörigen vorzuspielen, dass sie immer noch gläubig seien. Bis sie ihrgendwann die Konsequenzen zogen und sich von al dem trennten, oft unter schmerzlichen Opfern. Sicher habe ich auch einige Deconversion-Geschichten gesehen, die ich eher oberflächlich fand, aber einige sind wirklich tief und ergreifend, und ich halte diese Menschen für aufrichtige Wahrheitssucher. Hier ein paar Beispiele, wie gesagt, leider auf englisch:

Jeff (vom letzten Video) erklärt seinen Dekonvertierungsprozess auf seinem Kanal „Stairwary to reason“ ungefähr so (ich zitiere aus dem Gedächtnis, weil ich das betreffende Video wohl auf die Schnelle nicht wiederfinde): Er erinnerte sich an seinen Chemieunterricht in der Schule. Der Chemielehrer zeigt ein Glas mit einer roten Flüssigkeit, und gibt einen Tropfen einer anderen Flüssigkeit A dazu. Die gesamte Flüssigkeit im Glas färbt sich blau. Dann gibt der Lehrer einen Tropfen einer dritten Flüssigkeit B dazu, und die Flüssigkeit im Glas wird wieder rot. Ein weiterer Tropfen A, und es wird wieder blau. Jetzt braucht es aber zwei Tropfen von B, damit es wieder zurück nach rot umschlägt. Ein weiterer Tropfen A und es wird wieder blau. Diesmal braucht es 7 Tropfen von B um es zurück nach rot zu verwandeln. Ein Tropfen A und es wird wieder blau. Aber ab jetzt kann der Chemielehrer so viele Tropfen B dazufügen, wie er will: Die Flüssigkeit bleibt blau, und schlägt nie wieder zurück nach rot um.

So ähnlich sei es bei ihm gewesen, als seine ersten Zweifel an der absoluten Wahrheit seines früheren Glaubens gewachsen seinen: Ein Gespräch mit seinem Pastor, und alles war wieder in Butter. Aber nach einiger Zeit seien die Zweifel wieder gekommen. Diesmal musste der Pastor schon etwas mehr Überzeigungsarbeit leisten, um Jeffs Zweifel auszuräumen. Aber die Zweifen kamen erneut, verfestigten sich, nahmen klarere Konturen an, und der Pastor musste schon sein bestes geben, um sein Schäfchen wieder in die Herde zurück zu führen. Bis nach einiger Zeit die Zweifel zu einer neuen Überzeugung wurden, die Überzeugung, dass es kein Zurück mehr in den früheren Glauben geben kann. Egal, wie sich der Pastor auch anstrengt, argumentiert, überredet, droht: Jeffs Dekonversion war abgeschlossen und konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Kommen wir also nun zu der Frage, warum diese Menschen nach so langer Zeit ihren christlichen Glauben verlassen. Ein oft vorgebrachtes Strohmannargument ist, dass die Menschen lieber den naturwissenschaftlichen Erklärungen glauben, weil sie es so in der Schule und in den Medien erklärt bekommen. Also eine Weltentstehung ohne Gott, durch Urknall, Evolutionstheorie usw.. Das würden sie eher glauben, als z.B. die Erklärungen in der Bibel, mit einer 6000 Jahre alten Erde, die in 8 Tagen durch Gottes Wort erschaffen wurde. Ja, solche Fälle gibt es natürlich auch, aber es sind meistens die oberflächlicheren, die ich oben erwähnte. Auch die anspruchsvollen Dekonvertiten, wie in den oben geteilten Videos, vertreten heute ein naturwissenschaftlich-atheistisches Weltbild, owbohl sie früher an die Erklärungen der Bibel gelaubten. (Es gibt noch mehr solche Strohmannargumente, die der Sprecher von „Alone in the Wild“ im ersten Video aufzählt.) Aber die Übernehme des naturwissenschaftlichen Weltbildes war nicht der primäre Grund für ihre Abwendung vom Glauben, sondern kam erst an zweiter Stelle. Die Gründe, die an erster Stelle zum Zweifel führten, waren vielmehr die folgenden:

  • Woher kann ich wissen, dass ein Buch das unfehlbare Wort Gottes ist, nur weil dieses Buch das über sich selbst behauptet?
  • Warum entdecke ich so viele Widersprüche in diesem Buch, muss mich aber zwingen zu glauben, dass diese Widersprüche keine echten Widersprüche sind, sondern mein menschlicher Verstand einfach zu unfähig ist, um das erkennen zu können?
  • Warum soll ich mich zwingen, weiter daran zu glauben, nur aus Angst, sonst in die Hölle zu kommen? Ist das wirklich der einzige Grund? Und ist es ein guter Grund?
  • Warum erschafft Gott eine Welt, in der die große Mehrzahl der Menschen „verlogen geht“, während nur eine kleine Elite „gerettet“ wird? Ist so eine Welt nicht völlig sinnlos?
  • Wieso hat Gott zugelassen, dass es einen Widersacher (Satan) gibt? Wenn Gott der Schöpfer von allem ist, dann hat er ja auch den Teufel erschaffen!
  • Selbst wenn ich „gerettet“ werde, aber dafür viele meiner heutigen Familienangehörigen und Freunde ewig in der Hölle gefoltert werden, weil sie sich nicht „bekehrt“ haben, wie soll ich denn dann im „ewigen Leben“ glücklich sein? Das kann man doch nur schaffen, wenn man selbst ein Psychopath ist!
  • Manche gläubigen Christen sagen sogar, die Schöpfung sei sinnlos, wenn alle gerettet würden. Gerettet werden macht also keinen Spaß, wenn die anderen auch gerettet werden? Diese Leute machen ihr Heil davon abhängig, dass unzählige andere ewig in der Hölle gequält werden. Das ist eindeutig parasitäres Denken. Wie krank ist das denn?

Diese Fragen (und es gibt selbstverständlich noch viele mehr) scheinen mir die Hauptgründe zu sein. Wie gesagt, die Hinwendung zu naturalistischen, wissenschaftlichen Erklärungen unsere Herkunft kommt dann oft erst später. Denn, irgend etwas muss der Mensch ja schließlich glauben, und wenn der frühere Glaube wegfällt, muss ein neuer her.

Man kann sich nun natürlich fragen, warum die Mehrzahl der Dekonvertiten zu Atheisten wird. Schließlich gibt es ja auch christliche Überzeugungen, die rationale Lösungen für die oben genannten Probleme anbieten können, z.B.:

  • Die Lehre von der Präexistenz (also Vorexistenz) der Seele könnte erklären, warum die Menschen arm und reich, gesund und krank, behindert und nichtbehindert usw. geboren werden, weil dies als Konsequenz des Seelenzustandes vor der Empfängnis verstanden werden könnte. Dann muss man nicht annehmen, dass Gott die Menschen aus reiner Willkür so unterschiedlich erschaffen hat.
  • Die Lehre von einer Allversöhnung könnte die Möglichkeit offen lassen, dass böse Menschen nur begrenzte Zeit in der Hölle verbringen müssen, und dass sie selbst dort die Möglichkeit bekommen, sich zu verbessern. Damit könnte die Vorstellung von einem Gott, der die Verdammten aus rein sadistischer Rachsucht ohne Ende quält, ausgeräumt werden.
  • Die Lehre einer wiederholten Wiederverkörperung (Reinkarnation) würde beide oben genannten Möglichkeiten miteinander vereinen.

Nun ist es aber eine interessante Beobachtung, dass Christen, die Lehren wie die oben genannten vertreten, von bibeltreuen Fanatikern sehr viel härter attackiert werden, als Atheisten. Ersteren wird u.a. vorgeworfen, sie seien Irrlehrer, Verführer, Satanisten, Lügner, falsche Schlangen, und schlimmeres. Dagegen lautet die schlimmste „Beleidigung“, die die Bibel für Atheisten bereit hält, so:

„Der Narr spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott.“

Ganz ehrlich: Damit kann ich leben. Als Narr genießt man immerhin Narrenfreiheit, und muss nicht alles blind glauben, was einem vorgesetzt wird. Den Vorwurf, ein Satanist, Lügner, oder Verführer zu sein, finde ich dagegen schon wesentlich schlimmer. Und genau das ist — so glaube ich — der Grund dafür, warum sie die meisten Dekonvertiten sich für den Atheismus entscheiden. Zudem ist der Atheismus heute in den westlichen Gesellschaften auch eine akzeptierte Weltanschauung, in die sich die Menschen, die durch so eine schwere Glaubenskrise gegangen sind, einfügen und Hilfe suchen können. Die wesentliche Hemmschwelle, die beim Übergang in ein atheistisches Weltbild überwunden werden muss, ist, zumindest die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass mit dem leiblichen Tod das Bewusstsein erlischt, und dass unsere bewusste Existenz auf die irdische Zeitspanne zwischen Zeugung und Tod begrenzt ist. Und zwar verbunden mit der Erkenntnis, dass dies nicht bedeuten würde, dass dieses Leben sinnlos ist, und dass man damit nicht zu einem unmoralischen Monster werden würde. Ich denke mal, die Mehrheit der Atheisten sind auch keine Dogmatiker, die die Möglichkeit einer Existenz jenseits der materiellen Ebene konsequent ablehnen. Die fleißige atheistische Bloggerin „Captain Cassidy“ drückte es in etwas so aus (aus dem Gedächtnis zitiert):

Wenn juckt es schon, wo er nach sinem leiblichen Tod sein wird, wenn überhaupt irgendwo, solage er nicht daran glaubt, die Verdammnis in der Hölle verdient zu haben?

Sich diese Möglichkeit einmal bewusst zu machen empfinde ich tatsächlich als bereichernd, auch wenn ich dies tatsächlich nicht so glaube. Und damit komme ich auch zu letzten Punkt dieses Blogeintrags, den ich anfangs bereits erwähnte, nämlich, warum mich die Corona-Krise davon abhielt, zum Atheisten zu werden, wie die Sprecher in den obigen vier Videos. Nun, um es kurz zu machen, die dramatischen Ereignisse, sie sich die seit Ausbruch dieser Krise abspielen, zeigen so deutlich, dass wir in einer Matrix-Welt leben, was mit die Annahme einer rein sekularen Welsicht unmöglich gemacht hat. Statt dessen wähle ich den Weg der Mitte wie ihn der Erhabene SammaSambuddha lehrte, jenseits von einem dogmatischen Glauben an eine „heilige Schrift“ und an einen allmächtigen Schöpfergott, aber auch jenseits von einem reinen Naturalismus. Damit ist nicht der „lauwarme“ Wischiwaschi-Mittelweg gemeint, in dem Sinne, dass man sich um eine Entscheidung für einen klaren Weg herumdrücken will. Sondern gemeint es ist der radikale Mittelweg, wie der Schweizer Philosoph Armin Risi sich ausdrückte, der jeweils beide Extremwege als Irrtum erkannt hat, und sich über beide hinweg setzt.

Im nächsten Blogbeitrag sehen wir uns an, was passiert, wenn Atheismus nichts mehr mit Wahrheitssuche zu tun hat, sondern zu einem Kult wird.