Wie funktioniert Wissenschaftsbetrug?

Dass es Wissenschaftsbetrug gibt, ist wohl für die meisten Menschen nicht allzu schwer vorstellbar. Da gab es z.B. den Fall des Physikers Hendrik Schön, um nur einmal einen von vielen zu nennen. Weil er zum jüngsten Direktor der Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung werden wollte, erfand er seine eigenen Messdaten, die er in den einschlägigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften „Nature“ und „Science“ veröffentlichte. Nach kurzer Zeit flog der Schwindel auf, und seine Wissenschaftskarriere war im Eimer. Solche Einzelfälle gibt es viele, mit wahrscheinlich hoher Dunkelziffer. Aber um solche Einzelfälle soll es in diesem Aufsatz nicht gehen. Mir geht es hier um Wissenschaftsbetrug in einem Ausmaß, der für viele Menschen wahrscheinlich nur schwer vorstellbar ist, und von dem vermutlich selbst die meisten, die daran beteiligt sind, nichts wissen. Nennen wir diese Art von Wissenschaftsbetrug dieser Dimension einmal Wissenschaftsgroßbetrug, um ihn von den durchgeknallten Einzelbetrügern wie dem Herrn Schön abzugrenzen.

Wissenschaftler sind Skeptiker. So sollte es zumindest sein. Ein Skeptiker (von griechisch σκέψις sképsis: „Betrachtung, Untersuchung, Prüfung“) ist jemand, der sich niemals ein abschließendes Urteil erlaubt, sondern stets alle Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft. Selbst wenn er aufgrund von Beweisen vom Wahrheitsgehalt einer Aussage überzeugt worden ist, behält er sich trotzdem immer die Möglichkeit offen, dass neue Beweise auftauchen könnten, die das Bild ändern können. Ein Skeptiker würde niemals leichtfertig jemand anderen als Spinner und/oder Lügner abtun, es sei denn, er hätte sehr gute Beweise dafür. Selbst dann nicht, wenn dieser andere Mensch Dinge erzählt, die für ihn zum gegenwärtigen Zeitpunkt schwer vorstellbar sind.

Dem gegenüber stehen die Pseudoskeptiker. Das ist jemand, der ein starres, festgefahrenes Weltbild hat, in dem alles, was nicht sein darf, nicht sein kann. Was er sich nicht vorstellen kann, existiert für ihn nicht. Ständig verlangt er nach Beweisen, aber wenn man ihm dann welche vorlegt, wird er sich niemals damit zufrieden geben, sondern wird immer höhere Hürden für Beweise fordern. Wenn ihm die Argumente ausgehen, wird er versuchen, abweichende Ideen ins Lächerliche zu ziehen. Pseudoskeptiker sind meist in einflussreichen weltanschaulichen Gesellschaften und Vereinen organisiert, die oft großzügig staatlich gefördert werden, und bestens mit den Medien vernetzt sind (das heißt nicht, dass es in diesen Organisationen nicht auch Leute gibt, die es ehrlich meinen, aber sie haben es vermutlich schwer). Einige Pseudoskeptiker sind bewusste Wissenschatfsgroßbetrüger, sollte man wissen. Ich schrieb bereits in meinem Artikel über das Systemlingsphänomen darüber.

Zurück zum Thema. Was ist also nun Wissenschaftsgroßbetrug, und wie funktioniert er? Die Wissenschaft erhebt den Anspruch, die objektive Wahrheit zutage zu fördern. Jedenfalls ist das ihr Versprechen an ihre Auftraggeber — und das sind letztendlich die Völker, die sie finanzieren. Ihr Hauptwerkzeug ist aber etwas, was mit objektiver Wahrheit nicht viel zu tun hat, nämlich: Sie arbeitet mit Modellen. Was aber ist ein Modell? Und wie kann es z.B. sein, dass der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck von der Uni Hamburg mit seinem Wirtschaftsmodell zu genau dem gegenteiligen Schluss kommt wie sein Fachkollege Hans-Werner Sinn von der Uni München mit dem seinen, wie ein Leser meines Blogs anmerkte? Beide gaben doch nur ihr Wissen der Volkswirtschaftslehre zum Besten, das sich wahrscheinlich gar nicht mal groß voneinander unterscheidet! Ich versuche mich einmal an einer Antwort auf diese Frage: Ich würde sagen, ein Modell ist letztendlich auch nichts anderes als eine Meinung, die mit Daten, mathematischen Berechnungen, und viel Theorie untermauert wird. Deshalb ist es durchaus möglich, dass zwei unterschiedliche Modelle genau zu gegenteiligen Aussagen kommen können, obwohl die Grundlagen, auf denen die Modelle aufbauen, im Wesentlichen richtig sein können. Das ist ja wahrscheinlich auch genau der Mechanismus, wie Wissenschaftsgroßbetrug funktioniert: Man setzt eine Ideologie in Umlauf (z.B. „Klimawandel“), und entwickelt dann ein passendes Modell dazu, mit dem man duzende Doktoranden, Postdoktoranden, und Computerexperten über Jahre hinweg beschäftigen kann, und wenn das Team dann alles soweit zusammengebastelt hat, dass es halbwegs passt, erklärt man das Modell zur Realität.

Für die meisten ist es wahrscheinlich nur schwer vorstellbar, dass man ein falsches, oder besser gesagt, gelogenes Modell der Realität auf richtigen wissenschaftlichen Grundannahmen aufbauen kann. Aber es ist tatsächlich so! Je mehr verschiedene Organisation und Personen am „Modellbau“ beteiligt sind, desto einfacher wird das! Viele Köche verderben der Brei wäre das Sprichwort, das hier in den Sinn kommt. Jeder Doktorand, jeder wissenschaftliche Mitarbeiter, bekommt ein kleines Mosaiksteinchen zugewiesen, das er (bzw. sie) meist gewissenhaft, aber auch gutgläubig, einzufügen hat. Das kann sich oft über Jahre mühevoller, frustrierender Arbeit hinziehen, und man ist einfach nur froh wenn überhaupt mal irgend etwas funktioniert, was man in einem Artikel zusammen schreiben und in einem Fachjournal veröffentlichen kann — und auch das kann sich über Monate hinziehen, weil diese Artikel das sogenannte „Peer-Review System“ durchlaufen müssen. Diejenigen, die an den Mosaiksteinchen arbeiten, haben keinen Einfluss auf das Gesamtmosaik. Der Teamleiter hat schon einen besseren Überblick, aber auch er überblickt nur einen Teil des Mosaiks und ist in so viele Abhängigkeiten von den Geldgebern eingebunden, dass auch ihm nur ein minimaler Gestaltungsspielraum bleibt. Nur derjenige, der in der Hierarchie ganz oben steht, der die Geldmittel kontrolliert und die Wissenschaftspreise vergibt, überblickt das gesamte Mosaik. Ja mehr noch, er gibt bereits von vorne herein vor, wie das Mosaik auszusehen hat, das von den „Teilnehmern“ dann nur noch ausgefüllt werden soll. Da ist es schon wieder, das berüchtigte alte Pyramidensystem. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie es so schön heißt! Wer sich die Frechheit herausnimmt, sein eigenes Mosaik entwerfen zu wollen, wird zum „Pseudowissenschaftler“ erklärt und fliegt raus. Für echte Kreativität ist Null Spielraum. Für die Verunglimpfung der Abweichler werden die oben erwähnten Pseudoskeptiker eingesetzt.

Es ist sicherlich problematisch, wissenschaftliche Modelle und Theorien als wahr zu bezeichnen, aber man kann sie als der Wahrheit nahe, als nützlich, als unnütz, oder als betrügerisch klassifizieren. Die Großbetrüger (manche nenne sie auch die „Pseudoelite“), die auch die Fördermittel für die Wissenschaft in den Händen haben, beschäftigen Horden von Wissenschaftlern, und lassen sie Modelle entwickeln, die ihnen ihre eigene Meinung (sprich: Ideologie) bestätigen sollen. Nehmen wir als Beispiel wieder einmal die altbekannte Klimaerwärmung. Die Organisation dieses Wissenschaftszweigs ist ein riesiger Moloch, die den Stand ihrer Forschungsergebnisse alle 5 bis 7 Jahre in einem sog. „Sachstandsbericht“ des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zusammen fasst. Die meisten der zahlreichen Autoren, die dazu beitragen, mögen gewissenhaft gearbeitet worden, aber es ist das Gesamtbild, worauf es ankommt. Und das legen die Leute an der Spitze fest. Die Geldgeber. Die Pseudoelite. Und zwar schon im Voraus. Viele glauben diesem Gesamtbild: Nämlich, dass es zu einer Klimakatastrophe kommen würde, und dass das nur durch Verzicht, Industrieabbau, Kontrolle, und Bevölkerungsreduktion verhindert werden könne. Man sehe sich die Forderungen der „Fridays for Future“ Bewegung an. Andere glauben es nicht, und erkennen, dass es sich um eine Lüge handelt. Aber die meisten von ihren machen den Fehler, dass sie daraus folgern, dass bereits die physikalischen Grundlagen, auf denen diese Theorien aufbauen, falsch sind. Aber das sind sie nicht! Das, was üblicherweise als „atmosphärischer Treibhauseffekt“ bezeichnet wird, existiert wirklich! Die Mehrzahl der Mosaiksteinchen des Mosaiks namens „anthropogener Klimawandel“ bestehen aus fundiertem Fachwissen, das gewissenhaft angewendet wurde. Trotzdem ist das Gesamtkonstrukt eine Lüge. Das ist es, was man verstehen muss! Wenn die Pseudoelite beschließen würde, dass die Klimaerwärmung ausfällt und die nächste Eiszeit kommt, würde der gesamte Laden aus zehntausenden an Fachleuten auf dieses neue Ziel einschwenken — obwohl sie dasselbe Fachwissen einsetzten, wie vorher. Und die Leute würden es wieder glauben! Ja, ich kann mir schon vorstellen, dass das für viele schwer vorstellbar ist.

Die folgenden Theorien/Modelle halte ich für systematischen Wissenschaftsgroßbetrug:

  • Das Modell vom anthropogegen Klimawandel, das oben bereits besprochen wurde.
  • Weniger bekannt, aber eng mit dem Klimawandelthema verknüpft, ist der Betrug von der fossilen Entstehung des Erdöls. Danach ist das Erdöl aus urzeitlichen Pflanzen enstanden und nur begrenzt in der Erdkruste vorhanden. Was aber verschwiegen wird, ist, dass es auch Theorien zur abiotischen Erdölentstehung gibt, nach denen Kohlenwasserstoffe zu Unmengen im Erdinneren vorhanden sind. Mit dem Erdölbetrug kann man eine künstliche Knappheit erschaffen, um die Energiepreise beliebig zu steuern, genauso wie mit der Klimaideologie. Das ganze Geschwätz um „peak oil“ kann man dann schon mal vergessen. Googeln nach „Erdöl abiotische Entstehung“ liefert einiges zutage.
  • Die synthetische Evolutionstheorie ist ein rein materialistische Theorie der Lebensentstehung durch Genmutation und natürliche Auslese. Wissenschaftlich gut fundierte Kritik und Alternativen zur Evolutionstheorie gibt es mittlerweile eine ganze Menge, z.B. die sog. „Intelligent Design“ Theorien und das von dem Mathematiker Michael Behe geprägte Konzept der Irreduziblen Kompexität. Leider gibt es auch jede Menge religiöser Fundamentalisten, die das Thema „Evolutionskritik“ für sich beanspruchen wollen.
  • Der Virenbetrug besagt, dass Viren ausschließlich schädlich seien und Krankheiten verursachen, und deshalb bekämpft werden müssen. Dass das Ergbut aller Lebewesen zu einem Großteil aus Viren besteht, und dass Viren wahrscheinlich ein unverzichtbarer Teil des Lebens sind, wird unterschlagen. Außerdem wird behauptet, dass Impfungen die einzige Möglichkeit seien, um Viren zu bekämpfen, anstatt für eine Stärkung des Immunsystems zu sorgen. Dieses Thema ist bekanntlich derzeit aktueller denn je.
  • Auch die Urknalltheorie, nachdem das Universum vor etwa 13 Milliarden Jahren unter großer Hitze aus einem Punkt jenseits von Raum und Zeit hervorging, und in Milliarden von Jahren den sog. „Wärmetod“ sterben wird, wird von vielen kritisiert, die ähnlich denken wie ich, z.B. von dem Philosophen Jochen Kirchhoff. Das Universum der Urknalltheorie ist ein totes Universum, und entspricht dem materialistischen Wissenschaftsdogma. Eine bessere Alternative wäre das Modell eines unendlich belebten Universums, wie es von Giordano Bruno gelehrt wurde. Das entspricht auch der Dharma-Lehre des Erhabenen, nachdem alles im Universum dem natürlichen Kreislauf von Geburt und Tod unterliegt, und es keinen erkennbaren Anfang in der Zeit gibt. Ein Kalpa, ein buddhistisches Äon, dauert ca. 10 Milliarden Jahre, was in etwa der Gesamtlebensdauer unseres Sonnensystems entspricht [Quelle].

Als Gegenbeispiel möchte ich abschließend eine Theorie nennen, die ich für der Wahrheit nahe, und für zukunftsträchtig halte:

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