Ausstiegsklausel

Dies ist eine Fortsetzung zu meinen Beiträgen zum Esau-Segen. Für Hintergrundinformationen siehe hier. Diesen Kommentar schieb ich heute auf Maggie Dörrs Webseite:

Ich kann schon verstehen, warum manche offenbar ein Problem mit dem Esausegen haben. Ihr denkt euch wahrscheinlich: Warum soll ich mich auf eine alte, vermoderte Story aus dem Alten Testament berufen, obwohl ich doch selber gar nicht mehr daran glaube? Das ist aber meines Erachtens zu kurz gedacht. Es ist ja nach wie vor so, dass unsere Welt nach diesem alten Schinken organisiert ist, und das “auserwählte Volk” hat immer noch maßgeblichen Einfluss auf das Geldsystem, die Medien, das Militär usw., ob uns das passt oder nicht. Das können wir nicht einfach so wieder rückgängig machen, indem wir sagen: Ich glaub da jetzt nicht mehr dran.

Das ist so wie wenn man einen Vertrag zu seinem eigenen Nachteil unterschieben hat, weil man das Kleingedruckte nicht gelesen hat. Wenn man erstmal erkannt hat, dass man übers Ohr gehauen wurde, ist das zwar schon mal ein erster Schritt, aber dann steckt man ja trotzdem immer noch in dem Vertrag drin. Es hilft nichts, den Vertrag zu zerknüllen, in dem Müll zu schmeißen und bei sich zu denken, ich hab damit jetzt nichts mehr zu tun. Erst wenn man es geschafft hat, legal aus dem Vertrag auszusteigen, kann man ihn zur Seite legen und ist nicht mehr daran gebunden.

So verstehe ich das auch mit der Geschichte von Jacob und Esau. Sie symbolisiert, dass die Israeliten (Jacob) sich durch eine betrügerische Abmachung einen Vorteil gegenüber den anderen Völkern verschafft haben (Esau), an die beide Seiten nun gemäß den Gesetzen der Naturrechts gebunden sind. Jeffrey Daughtery, ehemaliger Pfingstler-Pastor, erklärt meiner Meinung nach besser als jeder andere, dass auch die Geschichte vom Sündenfall im Garten Eden davon erzählt, dass die Völker (Adam und Eva) sich bei den “Auserwählten” (Schlange) zu ihrem Nachteil verschuldet haben (leider auf english, und man muss den penetranten Ami-Slang abkönnen 😉 ).

Mit diesem Vertändnis könnte man sagen, dass der Esausegen quasi die “Ausstiegsklausel” aus dem Vertag ist. Erst dann kann man die Bibel zur Seite legen und braucht sich nicht mehr darum zu kümmern. Soweit mein derzeitiger Erkenntnisstand dazu.

Auch zum Thema Trump und Israel gibt´s ein gutes Video von Jeffrey.

Antwort von Maggie:

Danke, lieber Lano, für deine Mühe!

Ich kriege derzeit meine Gedanken dazu nicht klar und kann dem im Moment nicht begegnen, da es wichtigeres gibt. Nur mal soviel: Für mich sind das alles Matrix-Spielchen aus denen ich ausgestiegen bin und die ja auch gerade zusammen bricht oder man könnte sagen deinstalliert wird. Es ist wie ein Theaterstück (oder PC-Spiel), das ich während der Vorführung verlassen habe und in meine eigene Welt zurück gekehrt bin.

Nachtrag von „Lavendel“ zum Thema:

Schön, der Esausegen sozusagen als trojanisches Pferd in der Thora, um dem bösen Spuk zu gegebener Zeit ein Ende zu bereiten und alle Jakobs zu zwingen, sich zu fügen. Heute! Schließlich steht es ja in der Bibel so drin und muss erfüllt werden. Schon clever, hat Sinn und gibt Hoffnung!

Oder wie Lano Talos es bezeichnet, der Esausegen als “Ausstiegsklausel” aus dem Vertrag. Ich gehe noch etwas weiter und meine, es handelt sich in Wirklichkeit um ein Rollen-Erfahrungsspiel, dem wir vertraglich zugestimmt haben – sogar mit dem Kleingedruckten, weil es um bestimmte Erkenntnisse innerhalb der Dualität geht. Die einen haben die Opferrolle (Esau) übernommen, und die anderen die Täterrolle (Jakob), so will ich es mal bezeichnen. In der heutigen Wahrnehmung ist es zwar noch genau umgekehrt, aber die Lügen kommen jetzt hoffentlich mehr und mehr ans Licht, so dass beide Geschwister ihre jeweilige Rolle erkennen, alles miteinander bereinigen und ohne Hass oder Rachegedanken zueinander finden können.

Klar, haben wir die Nase nun gestrichen voll von Opferrolle, Betrug und dem ganzen Theater, zumal wir hier alles halbwegs durchschauen – viele andere aber noch lange nicht. Die Deinstallation des Ganzen gehört aber offenbar noch mit dazu. Und ob man die Bibel nun mag oder nicht, sie enthält dennoch soviele Weisheiten, wenn es gelingt, sie weder religionsverklärt noch -verbissen sondern metaphysisch zu betrachten. Für mich sind es multidimensionale Weisheiten, die unser Verstand allein nicht fassen kann. Zur Seite legen brauchen wir sie daher noch nicht und ich bin sicher, es gibt noch so manche unerwartete Überraschung für uns darin.

Antwort von Maggie:

Beim AT der Bibel und hier im spezifischen Fall des Esausegens, handelt es sich um einen Bund mit Jahwe, wie ja aus dem Kommentar hervorgeht. Es kann also auch nur die betreffen, die mit Jahwe im Bunde sind. Jahwe alias Thot hat die Erde verlassen und steht sicher nicht mehr hinter seinen Bündnissen.

Da ist die Rede von Bundesbruch und von Eiden auf die Bibel.
Das alles hat ja keine Gültigkeit mehr und Verträge haben wir vielseitig löschen lassen durch entsprechende Dekrete.
Aber alle Juden, Christen und Moslems halten sich dran fest. Vielleicht sollten wir eher mal in dieser Richtung schauen, ob wir das was zu bereinigen haben?

Antwort von Lano Talos:

Wenn wir es erst einmal gelernt haben, die Bibel als einen religiösen Text zu verstehen, und nicht mehr als das verabsolutierte “Wort Gottes”, verliert sie vielleicht ihre Gefährlichkeit. Die Bibelmatrix ensteht ja nicht durch die symbolisch gemeinten Geschichten, die drin stehen, sondern dadurch, dass die Menschen aus ihr einen Götzen gemacht haben, in dem Gott eingeschlossen ist, und sich daran klammern, wie ein Ertrinkender an einen Rettungsring. Aber damit will ich es auch mal gut sein lassen und nicht zu weit vom Thema abschweifen. Du hast das ja alles schon sehr schön auf deiner Webseite liebezurwahrheit.info erklärt, Maggie. Ich habe sehr viel davon gelernt.

Antwort von Maggie:

Danke Talos! Vlt. hilfts auch anderen, deshalb mach ich es ja.

Was mir sehr geholfen hatte war jedenfalls die Erkenntnis, dass alle Aufzeichnungen (AT) von Jahwe selbst zerstört wurden, als er in seinem Zorn den Tempelbrand zuließ. Die Priester kamen ins babylonische Exil und nach einiger Zeit begannen diese aus dem Gedächtnis heraus ihre religiösen Aufzeichnungen nachzuschreiben; auch Esra zählte man später zu den Nachschreibern – das kann niemals Gottes Wort sein und sein Wille war es sicher auch nicht, denn er hatte die Zerstörung bewirkt.

Hinzu kommt noch, dass sich die meisten Strafandrohungen nicht auf unsere Zeit beziehen, aber da die Christen ja meinen, sie seien die neuzeitlichen Juden und es müsste sich ja alles was Gott gesagt noch erfüllen, legen sie diese Prophezeiungen (Strafandrohungen wäre besser) in unsere Zeit (Endzeit) und wenn sie nicht eintreten wollen, dann helfen sie halt nach, was übrigens auch die Juden tun, z.B. mit dem 3.Tempel. Es ist einfach nur absurd!
Deshalb kommt es auch dazu, dass man Trump mit Kyrus gleichsetzt! 🙂

Es ist nicht Gottes Wort! (wenn überhaupt, dann ursprünglich Thots/Jahwes Wort)
Es ist nicht für uns heute gültig
Es sind keine unumstößlichen Prophezeiungen
Wir haben die Juden nicht ersetzt

Einen gesegneten Sonntag!
Von ❤ Herz zu Herz ❤ – Maggie

+++ Übersicht über meine Beiträge zum Esausegen +++

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