Warum erkennen “linke” Systemkritiker die Islamisierung nicht?

Ich schreibe heute über ein Thema, das ich für sehr wichtig halte, dass aber zu meinem Erstaunen kaum erkannt wird. Kurz zusammengefasst, geht es um die Frage, warum es “linke” Systemkritiker gibt, die außerordentlich gut über die Hintergründe des Weltgeschehens und die von den Mainstream-Medien und Politikern verbreiteten Lügen Bescheid wissen, aber völlig versagen, wenn es darum geht, die Gefahr der Islamisierung und der Masseneinwanderung in Europa zu erkennen. Stattdessen scheinen sie ideologisch ein paar Jahre in der Vergangenheit stecken geblieben zu sein. Ich schrieb dazu einen  Kommentar unter das neue Video von “wir selbst” zu diesem Thema:

Da der Kommentar den Kern meiner Aussage schon recht gut zusammen fasst, zitiere ich ihn hier (mit einigen wenigen Korrekturen) und schiebe einige weiterführende Ergänzungen dazwischen:

Ein hervorragendes Video, wie immer. Du liegst völlig richtig. Die Islamisierung wird in den kommenden Jahrzehnten das bestimmende Thema sein, und wenn sich manche Leute noch so gegen diese Erkenntnis sträuben.

Es gibt aber noch einen anderen Punkt, der zu meiner Überraschung von praktisch niemandem thematisiert wird (obwohl Jürgen Elsässer das einmal erwähnte, wenn auch eher beiläufig), und der m.E. die Ursache für die extreme Spaltung in „linke“ und „rechte“ Systemkritik ist. Und das ist der geradezu gespenstische Zeitgeistwandel im Umgang mit dem Islam in den letzten 10 Jahren. Wer sich, wie u.a. ich, schon länger für die Hintergründe der Weltpolitik jenseits der Mainstream-Medien interessiert (ja, ich war mal ein „Verschwörungstheoretiker“ 😉 ), und die Geschehnisse nach dem 11.09.2001 verfolgt hat, muss einfach zu dieser Erkenntnis kommen.

Es ist nämlich zu befürchten, dass diejenigen, die erst seit der Flüchtlingskrise aus dem Tiefschlaf aufgewacht sind, das Jahrzehnt des US-amerikanischen Feldzuges gegen die islamische Welt (die ja damals, im Gegensatz zu heute, noch relativ abgeschlossen war) gar nicht mehr so bewusst wahrgenommen haben, jedenfalls was die Hintergründe außerhalb der Mainstream-Medien betrifft. Damals war nämlich einiges anders als heute:

In dem Jahrzehnt nach 9/11 war Islamkritik nämlich voll Mainstream. Ich erinnere mich noch, wie kurz nach 9/11 in der Glotze werbewirksam „durchschnittliche Bürger“ interviewt wurden, die in die Kamera sagten, wie viel Angst sie doch bekämen, wenn sie Männer mit schwarzen Bärten sähen, weil man ja nie wüsste, ob das nicht so ein islamistischer Schläfer sein könnte. Die Mainstrem-Medien versuchten also eindeutig, eine künstliche Angst vor dem Islam zu schüren.

Ja, das Hauptproblem sind leider damals wie heute immer wieder die Schlafschafe. Sie folgen immer nur dem Mainstream und machen sich keine eigenen Gedanken. Sagt man ihnen, der Islam sei gefährlich und eine Religion des Terrors, machen sie sich vor Angst in die Hose, wenn sie einen Mann mit schwarzem Bart auf der Straße rumlaufen sehen. Sagt man ihnen aber, wie heute, Moslems seinen so ein Art Halbgötter, denen man seine Frau, seine Kinder und all sein Hab und Gut opfern soll, dann opfern sie ihnen ihre Frau, ihre Kinder, und all ihr Hab und Gut. Das lustigste ist, dass sie selber gar nicht merken, dass sie heute etwas völlig anderes nachplappern, als noch vor wenigen Jahren.

Kurze Zeit später kamen dann die „Verschwörungstheorien“ auf, die die Mainstream-Version anzweifelten, der 9/11 Anschlag sei allein von Osama bin Laden und der Al-Kaida verübt worden. Diese wurden dann im Mainstream regelmäßig mit den Totschlagargumenten „Verschwörungstheorie“, „Antisemitismus“, und „Antiamerikanismus“ unterdrückt. Auch eine Verteidigung des Islam gegen Verallgemeinerungsvorwürfe, dass es sich bei ihm generell um eine Religion des Terrors handele, wurde mit Bezug auf das „Recht Israels, sich gegen den islamistischen Terror zu verteidigen“, als antisemitisch verleumdet.

Ja, das ist schon ulkig. Nach 9/11 war man ein Nazi, wenn man die Angriffskriege der USA gegen islamische Staaten kritisierte, weil der Islam ja Israel vernichten möchte, und man deshalb wie die Nazis antisemitisch war. Und heute ist man ein Nazi, wenn man Europa gegen die Islamisierung verteitigen will, weil man dann wie die Nazis ein Rassist ist.

Dazu kamen dann noch die durch 9/11 gerechtfertigen Angriffskriege der USA (mit eindeutiger Unterstützung Israels) gegen praktisch die gesamte Region des nahen Ostens und Nordafrikas, der die islamische Welt eindeutig im Licht des Opfers erscheinen lassen mussten. Ich sah das lange Zeit auch so.

Genau genommen sogar bis etwa 2014, obwohl mir schon damals bereits Zweifel kamen, wie es sein konnte, dass jeder, der das Problem der Migrantenkriminalität ansprach, von den Medien pauschal immer als Nazi dargestellt wurde. Tatsächlich war das schon Jahre vorher auch so, es ist mir aber weitgehend entgangen. Ich war also lange Zeit ein typisch linker Systemkritiker.

Erst mit Obama begann sich das Blatt fast unmerklich erst langsam, dann immer stärker zu wenden, bis es bis 2015 praktisch völlig ins Gegenteil verkehrt wurde. Ab da wurde der Islam im Mainstream bedingungslos und ausschließlich verteidigt, alles andere war „Nazi“. Zeitgleich ist der einst von westlichen Geheimdiensten inszenierte „islamistische“ Terror wie in 9/11 (und wer sich einmal unvoreingenommen mit 9/11 beschäftigt hat, muss einfach zu diesem Schluss kommen), echtem islamistischen Terror des IS gewichen. Leute, die nach 9/11 mit ihrer Islamkritik und Israel-Unterstützung voll auf Mainstream-Linie waren, befanden sich nun plötzlich auf der Gegenseite wieder (wie z.B. dieser Hendrik M. Broder, den ich mal für einen totalen Kotzbrocken hielt, der aber immerhin die Eier hat, seine Marschrichtung auch beizubehalten, nachdem sich der Wind gedreht hatte).

Oder auch Politiker wie Geert Wilders in den Niederlanden, ja sogar “unsere” Vorzeigefeministin Alice Schwarzer…

Übrigens: Wer erinnert sich noch an die Zeit, als die Antifa zu jeder „gegen Nazis“-Demo USA- und Israel-Fahnen geschwenkt haben? Das ist noch gar nicht so lange her, noch 2014 haben sie das auf ihren Gegendemos gegen die Montagsmahnwachen so gehandhabt. Heute lassen sie die Fahnen zu Hause, denn es passt nicht mehr in ihre Agenda: Die USA stehen heute für den von ihnen verhassten Trump, und Israel für Abschottung gegen des Islam.


Während noch von ein paar Jahren die USA für den Besatzungsstatus der BRD und den verlorenen 2. Weltkrieg standen, und Israel für die deutsche Schuld in Auschwitz. Das gefiel den Antideutschen natürlich.

Im Übrigen hat sich etwa zeitgleich zum Beginn der “Flüchtlingskrise” ein ähnlicher Wandel im Mainstream in Bezug auf Israel ereignet: Noch vor wenigen Jahren war die Israel-Lobby unglaublich mächtig, und jede noch so vorsichtige Kritik an selbst den schlimmsten Kriegsverbrechen (z.B. verbotene Phosphor-Bomben auf die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen) war absolut tabu und wurde als antisemitisch gebrandmarkt. Heute scheint Israel-Kritik aber wieder im Mainstream angekommen zu sein, und selbst globalistische Politiker können damit punkten. Noch vor kurzem wäre das politischer Selbstmord gewesen.

Um zum Punkt zu kommen, der Grund, warum diese „linken“ Systemkritiker, die du ansprichst, dabei versagen, die Gefahr der Islamisierung zu erkennen, ist m.E. der, dass sie bis vor ca. 10 Jahren mit ihrer Systemkritik noch durchaus richtig lagen, sich aber hartnäckig weigern, diesen Zeitgeistumschwung zu erkennen (Ken Jebsen ist ein prominentes Beispiel). Oder die Leute, die hinter jedem Anschlag ein False-Flag der Geheimdienste sehen. Oder diejenigen, die immer wieder Kommentare posten, dass doch Israel an allem Schuld sei. Alles auf dasselbe Phänomen zurückzuführen.

Sorry für den länglichen Kommentar, wollte es eigentlich kürzer machen, aber es ging einfach nicht. Das Thema ist zu komplex, und dies ist eh nur die Kurzfassung. Ich habe übrigens vor, zu dem Thema demnächst einen ausführlichen auf meinem Blog zu schreiben, weil es ja sonst niemand anderes macht.

Was ist hiermit versucht habe. Vielleicht mache ich zu dem Thema noch in paar Nachfolgebeiträge.

Ich hänge hier noch einen Kommentar von “Radio Restdeutschland”  an, sowie meine Antwort darauf:

Kommentar von R.R.:

Also habe ich das so richtig verstanden: Bis Obama, wurde der Islam als Feindbild aufgebaut, um die  Kriege in Nahost zu rechtfertigen. Als die Systemkritiker das durchschaut haben, ging mit Obama die Destabilisierung des arabischen Raums
inoffiziell als „arabischer Frühling“ weiter, der die Sympathie für den Islam in uns wecken sollte. So akzeptieren wir sie nun als „arme Flüchtlinge“ in unserem Land, wo nun die Destabilisierung weiter gehen soll. Gut, dass es da noch den „Islamischen Staat“ gibt, auf dessen „verdrehte Auslegung des Islams“ man die immer häufiger auftretenden Terroranschläge schieben kann. Denn so sehen wir die Gefahr nicht im „friedlichen Islam“ und schauen weiter Dschungelcamp.

Antwort Chris:

Hi R.R., du meinst, ob das alles schon von Anfang an schon als eine Art Masterplan so in der Schublade lag? Keine Ahnung, aber möglich ist es schon, wenn man sich die Folgerichtigkeit von allem ansieht, was passiert ist. Zunächst wird mit 9/11 als Rechtfertigung ein groß angelegter Feldzug gegen die arabische Welt gestartet, dann der arabische Frühling inszeniert, um die gesamte Region ins Chaos zu stürzen und die Migrationswege frei zu machen, um dann mit der „Flüchtlingskrise“ letztlich auch Europa zu destabilisieren. Es könnte so sein, vielleicht spielen aber auch andere Faktoren mit rein. Für möglich halte ich mittlerweile schon alles, auch wenn ich heute nicht mehr alles ganz so „verschwörungstheoretisch“ sehe wie früher.

Dass der arabische Frühling von westlichen Geheimdiensten inszeniert war, glaube ich heute allerdings schon. Es ist schon möglich, dass damit die Masseneinwanderung bereits vorbereitet wurde. Gaddafi hatte damals den Westen gewarnt, dass im Falle seines Sturzes Europa von Flüchtlingen aus Afrika überschwemmt werden würde, und genau so war es dann auch. Könnte der arabische Frühling auch dazu benutzt werden sein, um unsere Sympathie für den Islam zu wecken, damit  wir sie später leichter als Flüchtlinge akzeptieren, nach dem Motto: „Ach guckt mal, die Moslems wollen ja auch nur Demokratie und Freiheit, genau wie wir.“? Gut möglich. Damals habe ich das tatsächlich auch so gesehen, bis sich gezeigt hatte, dass dort nach den Umstürzen alles noch viel schlimmer wurde, als es vorher war. Von Demokratie keine Spur.

Worum es mir hauptsächlich geht ist die Frage, wie es sein kann, dass nach 9/11 der Islam erst künstlich als Bedrohung hochstilisiert wurde, vor dem man sich fürchten müsse (damals gab es ja noch nicht so viele Moslems in Deutschland wie heute, so dass noch keine reale Bedrohung da war), während heute der Islam durch die schiere Masse zu einem echten Problem geworden ist, man darüber aber nicht mehr sprechen darf. Ich weiß die Antwort nicht, aber was mich wundert ist, dass sich kaum jemand überhaupt die Frage stellt. Es gibt nur diese zwei verfeindeten Gruppen: Die einen sagen, der Islam sei gefährlich, und die anderen sagen, der Islam sei nur Sündenbock, aber keiner stellt fest, dass früher mal das eine, heute aber das andere richtig ist.

Dass dieser Umschwung im Mainstream von Anti- auf Pro-islamisch mit Obama kam, hatte Jürgen Elsässer irgendwo mal erwähnt, und es könnte Sinn machen: Bush bezeichnete sich als „wiedergeborenen“ Christen und hatte öffentlich gesagt, dass sein „Krieg gegen den Terror“ für ihn ein Kreuzzug sei. Obama dagegen stammte möglicherweise sogar selbst aus einer muslimischen Familie.

Der Punkt, worum es mir hauptsächlich geht, ist, dass es diese „linken“ Systemkritiker gibt, die immer noch in der Zeit nach 9/11 stecken geblieben sind und behaupten, der Islam sei nur der Sündenbock für den westlichen Imperialismus. Sie weigern sich zu sehen, dass es heute genau anders herum ist.

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