Gewohnheiten II

Wenn man Gewohnheiten verändern will, ist das ohne Energieaufwand nicht möglich. Wenn man diesen Energieaufwand scheut, wird man nichts ändern können und weiterhin regelmäßig immer wieder in dieselben Zustände hineinfallen. Schafft man es, sich den Gewohnheiten eine gewisse Zeit lang zu wiedersetzen, ist diese Regelmäßikeit unterbrochen, und dies Zustände werden vorübergehend aussetzen, oder weniger häufig bzw. weniger heftig wiederkehren. Das allein reicht aber noch nicht: Man muss den Kraftaufwand über eine gewisse Zeit hin aufrechterhalten. Gibt man nämlich zu schnell nach, so werden die alten Gewohnheiten sich einfach wieder einnisten, obwohl sie vorübergehend abgeschwächt waren. Es kommt natürlich im Einzelfall immer darauf an, wie hartnäckig die bestimmte Gewohnheit ist.

Kann man den Kraftaufwand lange genug aufrechterhalten, kann man, wenn man glücklich ist, damit belohnt werden, dass die alte Gewohnheit ganz entwurzelt wird und nicht mehr wieder auftaucht. Darauf hat man aber selber keinen Einfluss. Wie lange das dauern wird und wie viel Energie man dafür aufbringen muss, kann vorher niemand sagen. Alles was man tun kann, ist das Vertrauen zu haben, dass es klappt.

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2 Gedanken zu “Gewohnheiten II

  1. Hallo Chris
    Erstmal! Gratulation zu Deinem Blog. Die Themen sprechen mich spontan an.

    Zu den Gedanken und deren Kontrolle fällt mir folgendes ein: Ich erinnere mich an «Moden» von früher. Zum Beispiel das Zucken mit dem Mundwinkel – eine mitunter lästige Gewohnheit. Ein Selbstläufer quasi, zunehmend lästig. Erstmal musste es mir so lästig werden, dass ich eine Entscheidung traf, dass ich es nicht mehr will. Erst wenn diese Entscheidung stark genug war, war Aussicht auf Erfolg da. Das kostet Kraft, Anstrengung. Ich musste bewusst die Herrschaft über diese unkontrollierte Zuckung übernehmen, mich ständig darauf konzentrieren, nicht zu zucken. Das braucht Ausdauer und Ausharren. Erst danni: die Ladung läuft sich langsam tot, entlädt sich. Dann löste sich die Spannung und ich konnte das ganze vergessen.
    Ähnliches habe ich jüngst bezüglich Ernährung und Abnehmen erlebt. Ich hatte Erfolg und meine neuen Essgewohnheiten sind einprogrammiert.

    Allerdings muss ich sagen, dass ich Gewohnheiten habe, die so stark sind, dass ich nicht das Gefühl habe, sie los zu werden. Leider.

    Gruss
    Dave

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  2. Hallo Dave,

    danke für deinen Beitrag! Ist ja lustig, das mit dem Mundwinkelzucken kenne ich auch. Ist wirklich eine lästige Angewohnheit, ich finde es wirkt irgendwie abweisend und unhöflich. Besonders bei Frauen fällt mir das immer wieder auf. Ich habe das früher auch mal gemacht, aber da ich es auch nicht mochte, habe ich mir das inzwischen ebenfalls abgewöhnt.

    Dass du deine Ernährungsgewohnheiten umstellen konntest, finde ich schon eine Leistung, denn gerade die Ernährungsgewohnheiten gehören wohl zu den besonders hartnäckigen.

    Ich habe auch Gewohnheiten von denen ich manchmal denke, dass ich sie niemals loswerden kann, aber zu anderen Zeiten denke ich dann wieder, man sollte die Hoffnung niemals aufgeben. Manchmal verschwinden Gewohnheiten ja auch ganz von selbst ohne dass man sich bewusst ist, etwas dafür getan zu haben.

    Gruß,
    chris

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